FAY GRIM

V'07

FAY GRIM

Hal Hartley
D/USA, 2006
Spielfilme, 118min, OmdU

FAY GRIM

Hal Hartley
D/USA, 2006
Spielfilme, 118min, OmdU

Mit: 
Parker Posey
Fay Grim
Jeff Goldblum
Fulbright
James Urbaniak
Simon Grim
Saffron Burrows
Juliet
Liam Aiken
Ned Grim
Thomas Jay Ryan
Henry Fool
Drehbuch: 
Hal Hartley
Ton: 
Christian Lutz
Kamera: 
Sarah Cawley
Schnitt: 
Hal Hartley
Musik: 
Hal Hartley
Ausstattung: 
Richard Sylvarnes
Kostüm: 
Anette Guther

Produktion: 
Zero Film GmbH Lehrter Straße 57 10557 Berlin, Deutschland T 30 390 66 30 office@zerofilm.de
Weltvertrieb: 
HDNet Films Ltd. 122 Hudson St., 5th Floor New York, NY 10013, USA T 212 255 06 26 hdinfo@hdnetfilms.com
Verleih in Österreich: 
Poool Filmverleih Lindengasse 32, 1070 Wien T 1 994 99 11 33 office@poool.at
Format: 
35 mm
Farbe

Fay Grim, alleinerziehende Mutter, setzt alles daran, dass ihr 14-jähriger Sohn nicht so werde wie sein Vater Henry. Dieser hat vor sieben Jahren unbeabsichtigt einen Nachbarn getötet und ist spurlos untergetaucht. Dafür muss nun Fays Bruder Simon eine Gefängnisstrafe absitzen, weil er für die Beihilfe zu Henrys Flucht verurteilt wurde. Als Simon sich mit hinterlassenen Schriften seines Schwagers befasst, kommt er zu dem Ergebnis, dass diese voller verschlüsselter, politischer Informationen stecken. Zur selben Zeit wird Fay von der CIA kontaktiert: Es geht um Henrys Notizen. Hal Hartley beschreibt in seiner Fortsetzung von Henry Fool (1998) das abenteuerliche Leben von Fay Grim, die verzweifelt nach ihrem Mann sucht, obwohl sie ihn im Grunde keine Sekunde sehen will. Hartley spielt mit allen Registern der Paranoia, mit der Obsession, dass eine gefährliche Wahrheit hinter der banalen Wirklichkeit steckt, und stellt damit nach langer Abwesenheit im Kinogeschäft seine filmische Umsetzung des 9/11-Traumas vor. Überraschenderweise geschieht dies unter den Vorzeichen der Komödie und eines absurden Humors. Wie meint Jeff Goldblum als weltgewandter CIA-Agent: «The world is a mess.» (Delphine Valloire) Die ganze Welt von heute in ihrem Irrsinn begegnet einem in diesem Film, aber sie ist neu zusammengebaut aus Worten, welche den Figuren, die Hal Hartley virtuos durch seine schräg gelegten Bilder choreografiert, aus den Mündern purzeln. Keine Natürlichkeitsprätentionen, keine Menschen aus Fleisch und Blut. Und doch agieren sie mit großer Präzision in einem Spiel, dessen Regeln wir nicht wirklich durchschauen. Es ist eine geschlossene, total unwirkliche Welt, die randvoll ist mit Stücken und Teilen einer nicht komplett umgearbeiteten Realität von heute. (Ekkehard Knörer)