V’18: OCTOBER 25 – NOVEMBER 8, 2018

Dann bin ich ja ein Mörder

V' 12

Dann bin ich ja ein Mörder

If that´s so, then I´m a Murderer

Walter Manoschek
A, 2012
Dokumentarfilme, 70min, OmeU

© Viennale © Viennale © Viennale

Dann bin ich ja ein Mörder

Walter Manoschek
A, 2012
Dokumentarfilme, 70min, OmeU

Drehbuch: 
Walter Manoschek
Ton: 
Eckehard Braun
Harald Brose
Robert Zirngast
Kamera: 
Rainer Komers
Stephan Mussil
Daniel Binder-Lichtenstein
Schnitt: 
Linda Reif
Jörg Achatz
Daniel Binder-Lichtenstein

Produktion: 
Walter Manoschek
Weltvertrieb: 
Walter Manoschek
Format: 
HDCam
Farbe

In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges werden in der burgenländischen Gemeinde Deutsch Schützen-Eisenberg rund 60 aus Ungarn stammende, jüdische Zwangsarbeiter erschossen. Im Zuge seiner Recherchen des Falles gelingt es dem Politikwissenschafter Manoschek mit einem der Verantwortlichen, dem SS-Mann Adolf Storms, längere Gespräche zu führen – in denen der Täter jedoch die konkrete Erinnerung verweigert. Redend umkreist und vermeidet er die Geschehnisse, dabei mehr offenbarend, als ein Prozess es je könnte. «Von der Seite eines Wissenden betrachtet», schreibt Elfriede Jelinek über den Film, «in aller Klarheit, ohne Naivität, sogar ohne Dämonisierung der Täter. Das ist eine große Kunst».

Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Gespräch mit  Walter Manoschek statt. Moderation: Peter Lachnit

Der Film wird im ORF III am Samstag, 10. November um 21.05 Uhr ausgestrahlt.
 

WALTER MANOSCHEK
Lehrt Politikwissenschaft am Institut für Staatswissenschaft der Universität Wien. Forscht und publiziert seit vielen Jahren zu den Themen Nationalsozialismus und Holocaust. Mitgestalter der Ausstellung «Vernichtungskrieg. Verbrechen der Wehrmacht 1941–1944». 2009 gibt er die Studie «Der Fall Rechnitz. Das Massaker an Juden im März 1945» heraus.

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