BUENOS AIRES ZERO DEGREE

V'05

BUENOS AIRES ZERO DEGREE

Kwan Pun-Leung, Amos Lee
HK, 1999
59min, OmeU

BUENOS AIRES ZERO DEGREE

Kwan Pun-Leung, Amos Lee
HK, 1999
, 59min, OmeU

Mit: 
Tony Leung Chiu-wai
Leslie Cheung sowie das Filmteam von Happy Together (1997) von Wong Kar-wai
Drehbuch: 
Kwan Pun-Leung
Amos Lee
Kamera: 
Wouter Barendrecht
Michael J. Wern
Christopher Doyle
Schnitt: 
Kwan Pun-Leung
Amos Lee

Produktion: 
Jet Tone Productions 4-5/F, 1 Hoi Ping Rd., Causeway Bay Hongkong, China T 2336 1102 F 2337 9849
Weltvertrieb: 
Fortissimo Veemarkt 77-79 1019 DA Amsterdam, Niederlande T 20 627 32 15, info@fortissimo.nl
Format: 
Video (Betacam SP)
Farbe

Buenos Aires Zero Degree rekonstruiert jene vier Monate, die Wong Kar-wai mit seiner Crew in Argentinien verbrachte, um den Film Happy Together zu drehen. Im August 1996 landete Wong auf «der anderen Seite der Welt» auf der Suche nach geeigneten Drehorten, im Frühjahr 1998 flogen Kwan Pun-leung und Amos Lee nach Argentinien, um die Dreharbeiten zu begleiten. Buenos Aires Zero Degree fängt triviale und weniger triviale Momente der Produktion ein: Schauspieler Tony Leung Chiu-wai und Leslie Cheung beim Tango-Unterricht oder in der Bar beim Kaffeetrinken, eine Unterhaltung zwischen Wong Kar-wai und Kameramann Christopher Doyle. Weiters sieht man Ausschnitte aus Happy Together , die nicht in den fertigen Film aufgenommen wurden. In den ersten Tagen meines Aufenthalts in Buenos Aires spazierte ich oft durch die Straßen. Die Dreharbeiten zu Happy Together sollten in Kürze beginnen. Da stand ich nun: ein Regisseur mit zwei Charakteren im Kopf. Ich brauchte Details aus dem Leben der beiden Männer: Wo kaufen sie ihre Zigaretten? Was trinken sie zu Hause? Wasser? Oder argentinischen Wein? Welche Sorte? Gibt es einen billigen Lebensmittelladen in der Nähe? Wissen sie im Gegensatz zu mir , dass es in Argentinien im Sommer kalt ist? Fühlen sie sich manchmal einsam? Während meines Aufenthalts in Argentinien verlor ich allmählich jedes Zeitgefühl. Ich spreche kein Spanisch, konnte die Zeitung nicht lesen, kein Radio hören, nicht fernsehen. Die Kommunikation mit der Außenwelt war unmöglich geworden; die Zeit spielte keine Rolle mehr. Die Tage schienen sich zu wiederholen. Plötzlich verstand ich das Gefühl des Exils. (Kar-wai Wong)