AGRONOMIST

V'03

THE AGRONOMIST

Jonathan Demme
USA/Haiti, 2003
Dokumentarfilme, 90min, OmeU

THE AGRONOMIST

Jonathan Demme
USA/Haiti, 2003
Dokumentarfilme, 90min, OmeU

Mit: 
Jean Dominique
Ton: 
Nicholas Renbeck
Kamera: 
Aboudja
Jonathan Demme
Peter Saraf
Bevin McNamara
Schnitt: 
Lizi Gelber
Bevin McNamara
Musik: 
Wyclef Jean
Jerry «Wonda» Duplessis

Produktion: 
Independent Film Channe l200 Sericho Quadrangle New York, NY 11753, USA T 1 917 542 6376 F 1 646 273 7260
Weltvertrieb: 
Wild Bunch 99 rue de la Verrerie 75004 Paris, Frankreich T 1 53 01 50 26 lkalmar@exception-wb.com
Format: 
35 mm
Farbe

Der amerikanische Filmemacher Jonathan Demme, bekannt für Arbeiten wie The Silence of the Lambs oder Philadelphia , widmet seit Jahren dem Inselstaat Haiti und dessen politischer und kultureller Entwicklung seine leidenschaftliche Aufmerksamkeit. Bisher letzte Etappe dieser Beschäftigung ist das außergewöhnlich faszinierende und vielseitige Porträt des haitianischen Bürgerrechtlers und Journalisten Jean Dominique, beginnend in den frühen 90er Jahren und endend mit Dominiques gewaltsamem Tod im Jahr 2000. The Agronomist ist das Porträt eines furchtlosen und freien Menschen im Kampf gegen Unterdrückung und Gewalt. «Die Grammatik eines guten Films kann nur politisch sein», sagt der Haitianer Jean Dominique in Jonathan Demmes hervorragendem Dokumentarfilm The Agronomist . Viele Jahre lang hatten Demme und Dominique gemeinsam an diesem Film gearbeitet, der die Geschichte eines Staates der Diktatoren anhand der Biografie eines furchtlosen Mannes erzählt und dessen Fertigstellung Jean Dominique nicht erlebte, weil er im Jahr 2000 ermordet wurde. In den 50er Jahren hatte Dominique Landwirtschaft studiert und in den 60er Jahren den ersten Filmclub Haitis eröffnet sowie einen Radiosender gekauft, dessen Unterhaltungsprogramm er Schritt für Schritt auf Informationen im kreolischen Idiom umstellte, weil sich den einfachen Leuten politische Subtexte so besser vermitteln ließen. Demme macht den sprühend wachen Blick Dominiques zum Zentrum dieser Chronik eines unbeirrten Lebens, das fesselt, weil es Zweifel kaum zu kennen schien. (Anke Westphal)