4 LUNI, 3 SÃPTÃMÂNI ŞI 2 ZILE

V'07

4 LUNI, 3 SÃPTÃMÂNI ŞI 2 ZILE

4 MONATE, 3 WOCHEN UND 2 TAGE

Cristian Mungiu
RO, 2007
Spielfilme, 113min, OmdU

4 LUNI, 3 SÃPTÃMÂNI ŞI 2 ZILE

Cristian Mungiu
RO, 2007
Spielfilme, 113min, OmdU

Mit: 
Laura Vasiliu
Gabita
Anamaria Marinca
Otilia
Vlad Ivanov
Bébé
Alexandru Potocean
Adi
Drehbuch: 
Cristian Mungiu
Ton: 
Titi Fleancu
Kamera: 
Oleg Mutu
Schnitt: 
Dana Bunescu
Ausstattung: 
Mihaela Poenaru
Kostüm: 
Dana Istrate

Produktion: 
Mobra Film Bucharest Intrarea Serdarului, 5 Bukarest, Rumänien T 21 666 48 27 info@mobrafilms.ro
Weltvertrieb: 
Wild Bunch 99 rue de la Verrerie 75004 Paris, Frankreich T 1 53 01 50 20 edevos@wildbunch.eu
Verleih in Österreich: 
Filmladen Mariahilfer Straße 58/7 1070 Wien T 1 523 43 62 0 office@filmladen.at
Format: 
35 mm
Farbe
2. Vorführung: OmeU

Rumänien 1987. Die Studentin Gabita ist im fünften Monat schwanger und entschließt sich zu einer späten Abtreibung. Angesichts des Umstands, dass sie damit eine schwere Gefängnisstrafe riskiert, liefert sie sich gegen viel geliehenes Geld in einem trostlosen Hotelzimmer einem Kurpfuscher aus. Otilia, ihre Mitbewohnerin im Studentenheim, wird ihr beistehen und, so lautet der Plan, den Fötus sofort verschwinden lassen, irgendwo in einem Hochhaus-Müllschlucker fern in einem anderen Stadtbezirk. Doch der scheinbare Retter, der bald eintrifft und mit brutaler Kaltschnäuzigkeit seinen Vorteil sucht, will mehr als nur Geld. Cristian Mungiu zeigt in 4 Months, 3 Weeks and 2 Days - der Filmtitel spielt auf die Dauer ihrer Schwangerschaft an - völlig unspekulativ, wie grausig das Vorhaben gelingt und zugleich scheitert, welche Risse es zwischen Menschen reißt und doch wieder kittet, welches Opfer gebracht wird und welches Schweigen. Immer wieder führen spektakuläre Details auf Fährten, die sich als segensreich falsch herausstellen - und dann kann ein einziger Satz, leise dahingesagt, ein Sprengsatz sein. (Jan Schulz-Ojala) Dies ist kein Film über die Gewissensfrage der Abtreibung, aber über alles damit Verbundene. Er ist ein beklemmendes Porträt der Dämmerjahre der Ceausescu-Diktatur, wo die Menschen gleichgültig geworden sind, wo überall Misstrauen und Kontrolle herrschen und wo eine ganze Stadt den Eindruck erweckt, sie könne im nächsten Moment zerfallen. Er geht um eine Frauenfreundschaft, die aufs Äußerste belastet wird. Er handelt von Männern, die Situationen nicht verstehen oder sie rücksichtslos ausnützen. Jede von Mungius 113 Minuten ist elektrisierend, auch dann, wenn er seine Kamera zehn Minuten lang nur an einen Essenstisch stellt und die Unterhaltung mitfilmt. (Hanns-Georg Rodek)