WELCOME TO L.A.

V'02

WELCOME TO L.A.

WILLKOMMEN IN LOS ANGELES

Alan Rudolph
USA, 1976
100min, OmdU

WELCOME TO L.A.

Alan Rudolph
USA, 1976
, 100min, OmdU

Cast: 
Keith Carradine
Carroll Barber
Sally Kellerman
Ann Goode
Geraldine Chaplin
Karen Hood
Harvey Keitel
Ken Hood
Lauren Hutton
Nona Bruce
Sissy Spacek
Linda Murray
John Considine
Jack Goode
Viveca Lindfors
Susan Moore
Richard Baskin
Eric Wood
Denver Pyle
Carl Barber
Screenplay: 
Alan Rudolph
Sound: 
James E. Webb
Chris McLaughlin
Camera: 
David Myers
Editor: 
William A. Sawyer
Tom Walls
Composer: 
Richard Baskin
Decoration: 
Dennis Parrish
Costume: 
Jules Melillo

Production: 
Lions Gate Films 4553 Glencoe AvenueSuite 200 Marina Del Rey, CA 90292 T 310 314 2000 F 310 392 0252
World Sales: 
MGM United Artists 2500 Broadway Street Santa Monica, CA 90404 T 310 449 3802 F 310 449 3069
Distribution in Austria: 
abc-films Postfach 457, 8011 Graz T 676 414 44 11, ngri@eunet.at
Format: 
35 mm
Color

Alan Rudolphs Filmdebüt: ein entspannt inszeniertes Gesellschaftsfresko aus der Stadt, in der Hollywood liegt, und wo das klare Licht die Menschen zu verändern scheint. Nirgendwo sonst als in den Avenues und auf den Boulevards Hollywoods haben die Menschen offensichtlich so wenig zu tun, so wenig Stress und soviel Hedonismus im Blick. Auch in Welcome to L . A. hat keiner besonders viel zu tun, was die Menschen allerdings nicht glücklicher macht: Ein junger Rockmusiker kehrt heim, um im Auto durch die Stadt zu streifen, auf der Suche nach Zeit vertreibenden Affären. Und die, die er kennen lernt, haben alle irgendwie peripher oder direkt miteinander zu tun: das Kino als ein Netz der Lebenslinien und der schiefwinkeligen Beziehungen, das Kino als Kontakt-Zufallsgenerator. Das System Altman, unverkennbar: Alan Rudolph, Auteur des US-Kinos und ein letzter der ewig Unabhängigen, ließ Welcome to L . A. von jenem Mann produzieren, mit dem er davor bereits jahrelang als Regieassistent gearbeitet hatte von Freund und Mentor Robert Altman. Noch die schmerzhaftesten Erkenntnisse und Handlungswendungen, seine Höhepunkte, inszeniert Rudolph wie andere ihre ruhigsten Phasen: Im Unterspielen unterläuft er Hollywoods liebste Strategien, das Überhöhen und Hochpeitschen, im desillusionierten Blick ergeben sich die klarsten Lebensbilder. Wie Geraldine Chaplin in gemieteten Limousinen an den Palmen des San Fernando Valley vorbeifährt, an sonnigen Nachmittagen, zu einem melancholischen Song, der vom «living in the city of the one-night-stands» erzählt; wie der junge Harvey Keitel seinen Lebensüberdruss in Arbeitswut erstickt; wie Keith Carradine am Ende, statt eines großen Finales, noch einmal in einem abgedunkelten Studio, am Piano nur ein Lied singt: Das alles unterscheidet sich fundamental nicht nur von Amerikas Massenkino, sondern empfindlich auch von den sich schnell konsolidierenden Randzonen des Independentfilms, der längst selbst zur Industrie geworden ist. (Stefan Grissemann) Alan Rudolphs first feature Welcome to L . A. displays his characteristic mood of romantic despair utilizing a La Ronde- like circle of sexual adventures and failed affairs centered around song-writer Carroll Barber which spread out through the city. Barber is an aloof womanizer who cannot commit or love and is used by Rudolph to illustrate the loneliness inherent in big-city life. The film features a haunting score by Richard Baskin and good performances. (Linda Rasmussen)