ZHA LAI NUO ER

V'09

ZHA LAI NUO ER

JALAINUR

Zhao Ye
VR China, 2008
Spielfilme, 92min, OmeU

ZHA LAI NUO ER

Zhao Ye
VR China, 2008
Spielfilme, 92min, OmeU

Drehbuch: 
Zhao Ye
Ton: 
Chen Ting
Kamera: 
Zhang Yi
Schnitt: 
Zhao Ye
Musik: 
Lin Chao Yang
Ausstattung: 
Chenhou Quan
Kostüm: 
Gong Ping

Produktion: 
Tianlinfilm Productions
Weltvertrieb: 
Tianlinfilm Productions Room 1515, #9 Chaoyang P. W. Road, Beijing 100026, China T +86 1370 1268 200 cuiricks01@yahoo.com
Format: 
HD
Farbe

Jalainur ist ein Kohlenbergwerk in der Stadt Manjur in der Inneren Mongolei. Der alte Zhu, ein Dampflokführer, und sein Lehrling Zhizhong, ein Bahnwärter, sind unzertrennlich. Zhu, der seit dreißig Jahren in der Kohlengrube arbeitet, wird bald in Pen­sion gehen und Zhizhong verloren zurücklassen. Dieser beschließt eines Tages, Zhu nach der Arbeit zu folgen. Rauch, Dampf und Schotter bestimmen nicht nur den Alltag der beiden Männer, sondern auch die Bilder in Jalainur, in dem der junge chinesische Filmemacher Zhao Ye das Vergehen der Zeit und die Zerbrechlichkeit von Freundschaft festhält. In symbolträchtigen Einstellungen zeichnet er dabei eine von der Schwerindustrie geprägte Gegend: Rauchschwaden steigen aus den Lokomotiven und aus langen Schloten auf; müde Arbeiter, die seit Jahren in den Gruben arbeiten; dazwischen surreal wirkende Bilder, wie ein Teller mit dampfendem Brot inmitten einer kargen Landschaft. In einer Szene singen der alte Zhu und Zhizhong ein Duett, das nur allzu genau jenes Gefühl von Verlust vermittelt, mit dem sie im Ende beide leben werden müssen. Zhao Yes fängt nicht nur spektakuläre Bilder ein, monumentalisiert damit das Leben dieser Männer und ihre Arbeit, sondern bringt uns dabei gleichzeitig den Gerüchen, Tönen und Stimmen näher. Gesprochen wird selten, denn hier arbeiten Menschen, ohne viele Worte über ihre Arbeit zu verlieren, doch die starke Verbundenheit ist stets spürbar. Jalainur erreicht mitunter eine poetische Qualität, gemalt in klarem Licht mit zuweilen gedämpften, zuweilen verstärkten Farben, durchtränkt von einer surrealen, traumhaften Intensität. Grandeur, Sehnsucht, der Widerwille loszulassen, die Koexistenz von Vergangenheit und Gegenwart. (Shelly Kraicer)