KADOSH

V'99

KADOSH

SACRED

Amos Gitai
Israel/F, 1999
Spielfilme, 110min,

KADOSH

Amos Gitai
Israel/F, 1999
Spielfilme, 110min,

Mit: 
Yael Abecassis
Rivka
Yoram Hattab
Meir
Meital Barda
Malka
Uri Ran Klauzner
Yossef
Drehbuch: 
Amos Gitai
Eliette Abecassis
Jacky Cukier
Ton: 
Michel Kharat
Kamera: 
Renato Berta
Schnitt: 
Monica Coleman
Kobi Netanel
Musik: 
Philippe Eidel
Ausstattung: 
Miguel Markin
Kostüm: 
Laura Dinulasco

Produktion: 
Agav Hafakot
Weltvertrieb: 
UGC International
Format: 
35 mm
Farbe

Meir und Rivka sind seit zehn Jahren verheiratet. Sie lieben einander leidenschaftlich, aber sie haben keine Kinder. Das beunruhigt den Rabbi von Mea Sharim, der ultraorthodoxen Gemeinde in Jerusalem, in der sie leben. Rivkas Schwester Malka liebt
Yaakov, der es vorgezogen hat, der Gemeinde den Rücken zu kehren. Der Rabbi verkündet schließlich seine Entscheidung: Um seine Erbfolge zu sichern, muß Meir Rivka verlassen und eine andere Frau heiraten. Außerdem will der Rabbi Malka mit seinem
treuen Helfer Yossef vermählen. Rivka zieht aus dem Haus aus. Sie versinkt in einem Leben von Stille und Einsamkeit. Malka hingegen reagiert anders: sie rebelliert. Als ich beschloß, einen Film über Jerusalem zu machen, schien mir Religion ein geeignetes
Thema zu sein. Daher auch der Titel des Films. Jerusalem ist seit Jahrtausenden ein geistiges Zentrum. Der große Widerspruch, der allen monotheistischen Religionen innewohnt, ist die Rolle, die sie den Frauen zugeteilt haben. Seltsamerweise ist eine
ihrer Gemeinsamkeiten die, daß die religiöse Autorität bei den Männern liegt. Frauen sind zuallererst den Ritualen unterworfen. Ich wollte dieser Konstellation starke weibliche Charaktere entgegenstellen. Es sind Frauen, die die Legitimität der Handlungen
der Männer in Frage stellen, die ihrerseits den Regeln der Religion folgen. Ich wollte zwei Frauen, zwei Schwestern zeigen, die in einer undurchdringlichen Gesellschaft leben. Ich wollte ihr Verlangen nach Liebe zeigen, das Mitgefühl, das sie füreinander
haben und die Grenzen, die die Gemeinde diesen Gefühlen aufzwingt. (Amos Gitai)