I'M NOT THERE

V' 08

I'M NOT THERE

Todd Haynes
USA, 2007
Spielfilme, 135min, OmdU

I'M NOT THERE

Todd Haynes
USA, 2007
Spielfilme, 135min, OmdU

Mit: 
Christian Bale
Bob Dylan / Jack / John
Cate Blanchett
Bob Dylan / Jude
Heath Ledger
Bob Dylan / Robbie
Richard Gere
Bob Dylan / Billy
Julianne Moore
Alice
Ben Whishaw
Bob Dylan /Arthur
Marcus Carl Franklin
Bob Dylan / Woody
Drehbuch: 
Todd Haynes
Oren Moverman
Ton: 
Leslie Schatz
Kamera: 
Edward Lachman
Schnitt: 
Jay Rabinowitz
Ausstattung: 
Judy Becker
Kostüm: 
John A. Dunn

Produktion: 
Killer Films 380 Lafayette Street, Suite 302 New York, NY 10003, USA T 212 473 3950, jhayes@killerfilms.com
Weltvertrieb: 
Celluloid Dreams 2 rue Turgot, 75009 Paris, Frankreich T 1 49 70 03 70 info@celluloid-dreams.com
Verleih in Österreich: 
Tobis Film Zollergasse 36, 1070 Wien T 1 521 28 20 isabella.schulmeister@tobisfilm.at
Format: 
35 mm
Farbe und Schwarz/Weiß

Musiker, Geschichtenerzähler, Lichtgestalt, Diva, Visionär: Bob Dylan ist all das in einer Person. In Todd Haynes' filmischer Annäherung I'm Not There übernehmen sechs Schauspieler - darunter Richard Gere, Heath Ledger, Christian Bale und Cate Blanchett - die Rolle des exzentrischen Stars und porträtieren ihn in den unterschiedlichen Phasen und Stationen seines bewegten Lebens. I'm Not There ist kein Biopic, denn Bob Dylan ist so nicht zu fassen. Todd Haynes hat es gar nicht erst versucht. Er nähert sich auf andere Weise: Extro- und Introspektion, Nahaufnahme und Panoramablick in einem. Dabei geht Haynes konsequent seinen Weg weiter: Bereits in seinem frühen Kurzfilm Superstar hat er die «Karen Carpenter Story» mit Barbiepuppen erzählt, in Velvet Goldmine David Bowies Karriere auf den fiktiven Glamrock-Star Brian Slade übertragen. Nun lässt er in I'm Not There das klassische Erzählkino ganz fallen. Dylan ist immer der Inbegriff des Wandels. Wie eine Katze hat sein Dylan sieben Leben, auch sieben Namen, was das Verständnis noch mehr erschwert. Und wenn auch die Idee, eine Person auf mehrere Figuren diverser Rassen und Alter aufzuteilen, nicht ganz neu ist - Todd Solondz hat das 2004 mit seinem Spielfilm ­ Palindromes vorgemacht -, bei einer realen, noch dazu einer so vielschichtigen Persönlichkeit steigert sich der Reiz um ein Vielfaches. I'm Not There ist überreich in seinen Anspielungen, ist auch nicht ohne Anstrengungen, aber gerade darin wieder hochinteressant. Kein Film. Eine Meditation. Ein Free-Style-Konzert. Auch: ein Drogentrip. Dem man sich aussetzen muss, dafür aber belohnt wird. (Peter Zander)