HEIMATKLÄNGE

V'07

HEIMATKLÄNGE

Stefan Schwietert
CH/D, 2007
Dokumentarfilme, 81min, OmdU

HEIMATKLÄNGE

Stefan Schwietert
CH/D, 2007
Dokumentarfilme, 81min, OmdU

Mit: 
Christian Zehnder
Noldi Alder
Erika Stucky
Drehbuch: 
Stefan Schwietert
Ton: 
Dieter Meyer
Oswald Schwander
Kamera: 
Pio Corradi
Schnitt: 
Stephan Krumbiegel
Calle Overweg
Musik: 
Knut Jensen

Produktion: 
maximage Neugasse 6 8005 Zürich, Schweiz T 1 274 88 66 info@maximage.ch
Weltvertrieb: 
Autlook Filmsales Zieglergasse 75/1 1070 Wien T 1 720 55 35 70 welcome@autlookfilms.com
Verleih in Österreich: 
Polyfilm Verleih Margaretenstraße 78 1050 Wien T 1 581 39 00 20 polyfilm@polyfilm.at
Format: 
35 mm
Farbe

Heimatklänge ist ein Film über die menschliche Stimme als das ursprünglichste aller Instrumente. Im Zentrum stehen außergewöhnliche Musiker aus dem schweizerischen Alpenraum, deren Klangkosmos weit über das hinausreicht, was üblicherweise als Gesang bezeichnet wird. Sie kommen aus den unterschiedlichsten Milieus und Lebenswelten; allen gemeinsam aber ist der freie, unkonventionelle Umgang mit dem nonverbalen Gesang: Sie juchzen, jodeln, jammern, trällern und summen, setzen den Körper als Resonanzraum für den spontanen Ausdruck ihrer Gefühle ein. Das Spektrum der Protagonisten reicht von der Performancekünstlerin bis zum Wirtshaussänger. Stefan Schwietert begegnet diesen Menschen in ihrem jeweiligen Lebensraum und führt uns zu den Quellen ihrer Inspiration. Wäre er in der Wüste geboren, im flachen Land, würde er vermutlich ganz anders singen, sagt der Baseler Stimmkünstler Christian Zehnder, den Schwietert mit Mikrofon und Kamera begleitet, auf der Reise seiner Gedanken, zu seinen musikalischen Wurzeln. In die Einsamkeit der Berge. Zu den Appenzeller Jodlern. In ein einfaches Wirtshaus, wo gebeugte, alte Männer um den Tisch sitzen, und plötzlich singen sie: nur Töne ohne Worte, so ergreifend, so schön, dass die Zuhörer ganz still werden. Das ist keine platte Touristenfolklore. Das ist echtes Gefühl, wahre Kunst. Aus direkter Linie der Appenzeller Jodlertradition erwachsen ist Noldi Alder, der schon in seiner Jugend mit der Volksmusikgruppe «Alder Buebe» weltweit Beachtung gefunden hatte. Nachdem ihm die Trachtenuniform zu eng geworden war, suchte er nach neuen Ausdrucksformen, in denen er die familiären musikalischen Wurzeln auf berauschende Art mit experimenteller Moderne zusammenführte. Und dann ist da noch Erika Stucky, die Volksmusik und Bräuche des Wallis in ihrer Stimme mit Großstadtlauten, Babyschreien und amerikanischen Einflüssen mischt: Blues, Jazz, Folk und Randy Newman. Drei kunstvoll miteinander verwobene Porträts über drei außerordentliche Sänger. (H. P. Daniels)