FALLEN ANGEL: GRAM PARSONS

V'04

FALLEN ANGEL: GRAM PARSONS

Gandulf Hennig
D/GB, 2004
Dokumentarfilme, 92min, eOmdU

FALLEN ANGEL: GRAM PARSONS

Gandulf Hennig
D/GB, 2004
Dokumentarfilme, 92min, eOmdU

Mit: 
Emmylou Harris
Keith Richards
Dwight Yoakam
Drehbuch: 
Gandulf Hennig
Sid Griffin
Ton: 
Boris Becker
Kamera: 
Boris Becker
Schnitt: 
Birgit Mild
Musik: 
Flying Burrito Brothers u.a.

Produktion: 
Spothouse TV Allee 46 10589 Berlin, Deutschland T 30 3490 1340 office@spothouse-productions.com
Weltvertrieb: 
Spothouse TV Allee 4610589 Berlin, Deutschland T 30 3490 1340 office@spothouse-productions.com
Format: 
Video (Digi Beta)
Farbe und Schwarz/Weiß

Diese auf den ersten Blick durchaus konventionelle Musikdoku enthüllt in einer Folge von vielen kleinen Momenten, Erinnerungen, Archivaufnahmen und Gesprächen mit Freunden, Kollegen und Verwandten das unbekannte Bild einer der schillerndsten und eigenwilligsten Figuren der Pop-Geschichte. 1973 starb im Alter von nur 26 Jahren in einem Motel in der kalifornischen Wüste an einer Überdosis Drogen der Musiker, Komponist und Erfinder des Country-Rock Gram Parsons. Er war Mitglied der Byrds, beeinflusste die Rolling Stones und brachte einen neuen, unverwechselbaren Ton in die Musikszene seiner Zeit. Kein echter Star war er, aber gelebt hat er wie einer. Mit Keith Richards von den Stones hat er viel Zeit verbracht, eine Weile bei den Byrds gespielt und in einer großen Limousine ist er vorgefahren, selbst wenn er nur in einem winzigen Club aufgetreten ist mit seiner Band, vor einer Handvoll Leute. Gram Parsons konnte es sich leisten, von einem Erbe, dass ihn unabhängig machte und es ihm erlaubte, sich zu benehmen wie ein erfolgreicher Musiker, ohne dafür wirklich zu arbeiten. Talent hatte er, das zeigt Gandulf Hennig in seiner Dokumentation Fallen Angel: Gram Parsons ganz deutlich. Country wollte er mit Rock n Roll verbinden und was dabei heraus kam, hört sich wunderbar schräg an und melodiös und emotional. Dass der wirklich große Erfolg dennoch ausblieb, lag dann wohl an den Entscheidungen, die die Band getroffen hat: In Woodstock spielen wollten sie nicht, statt dessen gingen sie lieber auf eine Drogen-gesättigte Tournee per Zug, von der aus sie in Rollstühlen mit dem Flugzeug zurückkamen, weil sie so ausgezehrt waren, dass es zum Laufen nicht gereicht hat. Die Exzesse des Sängers sie führten dann auch zu seinem frühen Tod. Mit 26 Jahren ist Gram Parsons gestorben, an einer Überdosis, und dass bis heute sein Tod viele mehr fasziniert als sein Leben, das liegt sicher an der unglaublichen Geschichte, die Parsons noch als Leichnam erlebte. (Benjamin Happel)