BE HERE TO LOVE ME (TOWNES VAN ZANDT)

V'06

BE HERE TO LOVE ME (TOWNES VAN ZANDT)

Margaret Brown
USA, 2004
Dokumentarfilme, 99min, OmdU

BE HERE TO LOVE ME (TOWNES VAN ZANDT)

Margaret Brown
USA, 2004
Dokumentarfilme, 99min, OmdU

Mit: 
Townes Van Zandt
Steve Earle
Emmylou Harris
Kris Kristofferson
Drehbuch: 
Margaret Brown
Ton: 
Bob Kellough
Tom Hammond
Kamera: 
Lee Daniel
Schnitt: 
Michael Taylor
Karen Skloss
Don Howard
Musik: 
Townes Van Zandt
Willie Nelson
Merle Haggard
Lyle Lovett

Produktion: 
Rakefilms PO Box 49042 Austin, TX 78765-9042, USA T 512 220 1766 1766 rakefilms@gmail.com
Weltvertrieb: 
Cinetic Media 555w 25th St. 4th Floor New York, NY, 10001 T 212 204 7979 office@cineticmedia.com
Format: 
35 mm
Farbe

Townes Van Zandt wollte Songs schreiben, «die so vollkommen sind, dass niemand sie versteht - selbst ich nicht». Seine Fans finden, dass ihm das gelungen ist. Er hat dafür allerdings einen hohen Preis bezahlt. Depression und Sucht bestimmten sein Leben. Er starb 1997 im Alter von 52 Jahren. Margaret Brown zeigt in ihrem Porträtfilm Be Here To Love Me wie aus dem Sohn einer wohlhabenden texanischen Familie ein nomadischer Musiker wurde, der noch in seinen engsten Beziehungen seltsam unnahbar blieb. Ein Vorfall aus der Jugend erscheint dabei entscheidend: In den 60er Jahren wurde an dem als schwierig geltenden jungen Mann eine Therapie mit Elektroschocks vorgenommen. Dabei büßte Townes Van Zandt die Erinnerungen an seine Kindheit und damit einen wesentlichen Teil seines emotionalen Lebens ein. Seine Songs bringen diese Verlusterfahrungen immer wieder zum Ausdruck. Viele Kollegen sprechen von ihm in den höchsten Tönen. Diese Stellungnahmen machen auch den größten Teil des Films aus. Es ist erstaunlich, wie viele prominente amerikanische Musiker sich auf einen Kollegen beziehen, der zu Lebzeiten mit Müh und Not sein Auskommen fand. Kris Kristofferson und Willie Nelson treten in Be Here To Love Me auf, dazu die nicht ganz so bekannten, aber nicht minder wichtigen Steve Earle oder Thurston Moore («Sonic Youth»), aus dessen Jam-Session mit Townes Van Zandt nichts wurde, weil dessen Zustand zu diesem Zeitpunkt schon bedenklich war. In die Bewunderung der anderen Musiker mischt sich auch immer wieder die Verwunderung von Leuten, die auch schnell und hart gelebt haben, aber rechtzeitig ein anderes Maß gefunden haben. Townes Van Zandt hingegen fand keinen Grund, auf den er ein zweites Leben hätte bauen können. Margaret Brown hält sich bei psychologischen Erklärungen zurück. Sie setzt ganz auf die anrührende und verstörende Präsenz ihres Protagonisten. Trotz seines unsteten Lebens sind zahlreiche Filmaufnahmen auch privater Natur überliefert, sodass sich aus diesen Szenen, aus Interviews mit seinen Ehefrauen und Kindern ein facettenreiches Bild von Townes Van Zandt zusammensetzt. (Bert Rebhandl)