© Viennale  |  Robert Newald

LISTEN TO ERIC

Anlässlich der heutigen Programmpressekonferenz hat Eric Pleskow, der Präsident der Viennale eine Grußbotschaft geschickt:

Am 22. Oktober beginnt die 53. Viennale und ich freue mich, dass ich heuer wieder dabei sein werde. Dass auch das Publikum dieses Angebot zu schätzen weiß, zeigen die jährlich steigenden Besucherzahlen.

Über 50 Jahre Viennale, unzählige filmbegeisterte Zuseher, sorgfältig programmierte Kinos im Zentrum der Stadt. Diese reiche kulturelle Vielfalt Wiens ist nicht selbstverständlich, sondern das Ergebnis engagierter Künstler, kreativer Köpfe, aber auch weitsichtiger und weltoffener Politik. All das scheint jetzt gefährdet.

Gefährdet durch eine Partei, die Fremdenhass und Angst schürt und politisches Kleingeld aus der Not von Menschen schlägt. Diese Partei richtet sich gegen jede Art von Modernität, die urbane Vitalität Wiens ist ihr zuwider, sie wünscht sich die Rückwärtsgewandtheit einer nationalistisch eingestellten Provinz.

Eine solche Vorstellung hat nichts mit dem Wien zu tun, dessen Willkommenskultur es zurzeit bis in die „New York Times“ schafft. Wie wichtig die erste Aufnahme als Geflüchteter in einem neuen Land für die eigene Zukunft ist, weiß ich aus eigener Erfahrung. Die positiven Zeichen, die hier gesetzt werden, stimmen mich zuversichtlich für die bevorstehenden Wahlen und dafür, dass der bisherige Weg erfolgreich fortgesetzt werden kann.

Ich hoffe also, in ein paar Tagen in jenes weltoffene Wien zurückkehren zu können, das mir in den letzten Jahren dadurch wieder Heimat werden konnte und das auch ein guter Ort für ein anspruchsvolles Festival wie die Viennale ist.

Wir freuen uns sehr, dass Eric Pleskow dieses Jahr wieder bei der Viennale anwesend sein wird.

Am 25.10. um 19 Uhr wird Eric Pleskow im Festivalzentrum für ein Gespräch zu Gast sein.
LISTEN TO ERIC