ANDRÉ VALENTE

V'04

ANDRÉ VALENTE

Catarina Ruivo
P/F, 2004
Spielfilme, 71min, OmeU

ANDRÉ VALENTE

Catarina Ruivo
P/F, 2004
Spielfilme, 71min, OmeU

Mit: 
Leonardo Viveiros
André
Rita Durão
Mutter
Dimitri Bogomolov
Nicolai
Pedro Lacerda
Vater
Ricardo Aibéo
Victor
Camilla Bessa
Susana
Drehbuch: 
Catarina Ruivo
Ton: 
Vasco Pimentel
Kamera: 
Rui Poças
Schnitt: 
Catarina Ruivo
Musik: 
Paulo Pimentel
Ausstattung: 
Catarino Amaro
Kostüm: 
Silvia Siopa

Produktion: 
Clap Filmes Rua da palmeira N°6 1200-313 Lissabon, Portugal T 1 213 253 800 geral.madragoa@madragoafilmes.com
Weltvertrieb: 
Gemini Films 34 bvd. Sebastopol 75004 Paris, Frankreich T 1 44 54 17 17 gemini@easynet.fr
Format: 
35 mm
Farbe

Der 8-jährige André ist ein verschlossenes Kind, das mit seiner Mutter alleine in einem Vorort von Lissabon lebt. Der Vater hat die Familie verlassen, die beste Freundin Andrés ist fortgezogen und die Mutter mit dem Kampf um ihre tägliche Existenz beschäftigt. Da macht der Junge die Bekanntschaft eines illegalen russischen Arbeiters. Bis auch diese Freundschaft plötzlich auf dem Spiel steht. Die unsentimentale Beobachtung der kleinen Familie und des sozialen Milieus, der melancholische Grundton der Geschichte des Heranwachsens, das alles ist ein einfaches filmisches Vokabular, das Ruivo zu einer reichen Erzählung formt Es ist nicht einfach, eine schwierige Kindheit ohne Affektiertheit oder Pathos darzustellen, doch Catarina Ruivo hat ihren ersten Spielfilm mit viel Feingefühl gedreht und mit André Valente einen subtilen Film geschaffen. Wenn sie die kleinen alltäglichen Siege von André beschreibt, stellt sich die Regisseurin nicht nur auf die Ebene des Kindes, sondern auch auf jene seiner Mutter und Nikolais. Sie bietet für die Probleme der Figuren keine Lösungen an, findet aber treffende Bilder, um ihre prekären Lebenssituationen wiederzugeben. Der junge Leonardo Viveiros spielt die Hauptrolle einfach und mit viel Talent. Die Beziehung, die ihn mit Dimitri Bogomolow als Nikolai verbindet, trägt wesentlich zur Stimmung einer von Optimismus gefärbten Melancholie bei, die diesen Film durchdringt.