V’14: OCTOBER 23 – NOVEMBER 6, 2014

Get Carter

Mike Hodges
 (
GB
1971
)
© Viennale

Es dauert eine Weile, aber dann ist der Body Count erklecklich in Mike Hodges’ düsterem Thriller GET CARTER, einem Klassiker des britischen Gangsterfilms. Caine spielt eine seiner unsympathischsten Rollen als kühler Londoner Killer Jack Carter, der im heruntergekommenen Norden Englands dem mysteriösen Tod seines Bruders nachgeht und dabei in seiner Heimatstadt Newcastle auf eine schäbige Unterwelt voller schmieriger Intrigen stößt. Und auch wenn Carter auf einer Zugfahrt den Hardboiled-Krimi «Farewell, My Lovely» liest, geht ihm die moralische Integrität von Raymond Chandlers Helden doch völlig ab – anstelle von Noir-Stilisierung inszeniert Hodges ein Stück bitteren Realismus. Pauline Kael stimmte seinerzeit eine ambivalente Lobeshymne an: «GET CARTER ist derart kalkuliert cool, seelenlos und gemein sexy, dass er ein neues Genre virtuoser Bösartigkeit zu begründen scheint. Was ihn so ungewöhnlich macht, ist seine metallische Eleganz und die sture Effektivität, mit der er seine ‹Sadismus-fur-Kenner›-Formel verfolgt.»

MIKE HODGES
Geboren 1932 in Bristol. Arbeitet mehrere Jahre für das Fernsehen, ehe ihm mit GET CARTER der Durchbruch als Filmregisseur gelingt. Ist auch als Drehbuchautor tätig. Filme (Auswahl): FLASH GORDON (1980), CROUPIER (1998), MURDER BY NUMBERS (2004)

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