Special Program SURVIVING IMAGES © Viennale

SURVIVING IMAGES

Jüdische Lebenswelten im deutschsprachigen Stummfilm

Anlässlich der weltweit beachteten Rekonstruktion und Restaurierung des österreichischen Stummfilms DIE STADT OHNE JUDEN spürt das Filmarchiv Austria im Rahmen der Viennale-Retrospektive Surviving Images den Spuren jüdischer Kultur und Geschichte(n) im deutschsprachigen Stummfilm nach.

Wenige Jahre vor der Shoa, dem beispiellosen Massenmord an der jüdischen Bevölkerung, wurde jüdisches Leben lebendiger und unmittelbarer als je zuvor in Filmen festgehalten. Vor allem der österreichische und deutsche Stummfilm erwies sich dabei als eindrucksvolles Medium für die Dokumentation dessen, was bald beinahe völlig ausgelöscht werden sollte. Die vom Filmarchiv Austria kuratierte Schau Surviving Images erinnert im Jahr des Republikjubiläums 2018 an diese in Stummfilmen dokumentierten jüdischen Lebenswelten, die nur in Filmbildern überlebt haben. Dass dies möglich wurde, ist auch ein Verdienst der Filmarchive, deren Arbeit ebenso ausgestellt wird. Die Retrospektive umfasst insgesamt 12 Programme, darunter sieben neue, im Filmarchiv Austria durchgeführte Restaurierungen. Alle Stummfilme werden mit zeitgenössischer Live-Musik begleitet. 

Der Filmarchiv-Beitrag zur Viennale 2018 ergänzt die noch bis Ende des Jahres laufende Ausstellung „Die Stadt ohne“, die, ausgehend von DIE STADT OHNE JUDEN, den historischen Hintergrund dieses österreichischen Stummfilms mit dem Antisemitismus und der Xenophobie der Gegenwart vergleicht.

Ein Programm von Filmarchiv Austria.