Retrospektive: RAÚL RUIZ

Alle Retrospektiven-Filme, die nach der Viennale – ab dem 1.11. – im Filmmuseum gezeigt werden, können selbstverständlich auch wie gewohnt auf www.filmmuseum.at oder unter Tel. 01/533 70 54 reserviert und an der Kassa des Österreichischen Filmmuseum gekauft werden. Es gelten die Preise des Filmmuseums.

Seinem vielseitigen Schaffen und seiner vielfältigen Erfolge zum Trotz ist das umfangreiche Werk von Raúl Ruiz allzu wenig bekannt. Jahrelang galt der 1941 in Chile geborene Filmemacher, der nach dem Putsch 1973 ins Exil nach Frankreich ging, wo er 2011 verstarb, als eher elitäre Gestalt am Rande der europäischen und lateinamerikanischen Filmindustrie. Und bei aller Wertschätzung, die er genoss, waren der Zugang zu seinen Werken und das Engagement der Fachwelt aufgrund des experimentellen Charakters seiner Kunst sowie der geringen kommerziellen Verbreitung seiner Filme begrenzt. Ruiz’ enorme Bedeutung für die Welt des Lichtspiels und das endlich doch noch wachsende Interesse an seinen Arbeiten sind aber vor allem auf sein Vermächtnis als cineastisches Multitalent zurückzuführen. Publikum, Kreative und Filmwissenschaftler:innen kommen immer wieder auf seine Werke zurück, weil diese unablässig die Frage aufwerfen, was Kino überhaupt sein kann – besonders in einer Zeit, in der es zunehmend als eine von Fernsehen, Streamingdiensten und anderen neuen Medien bedrohte Kunstform angesehen wird.

In Anwesenheit von Valeria SarmientoIgnacio Agüero und Paulo Branco.