Monografie: NARCISA HIRSCH

OHNE NOSTALGIE

Narcisa Hirsch ist die Grande Dame des argentinischen Experimentalfilms. Ihr Werk gilt vielen jüngeren Filmemacher: innen ihres Heimatlandes, mit denen die 95-Jährige einen regen Austausch pflegt, heute als Referenzpunkt. Geboren wurde Hirsch 1928 als Narcisa Heuser in Berlin, Tochter einer deutsch-argentinischen Mutter und des expressionistischen Malers Heinrich Heuser; 1937 emigrierte sie mit ihrer Mutter via Wien nach Argentinien. Erste künstlerische Schritte unternahm Hirsch als Malerin, in den 1960er Jahren wandte sie sich mit Gleichgesinnten künstlerischen Happenings zu. Frühe Filme jener Jahre sind Dokumente entsprechender Kunstaktionen. Die „klassische“ Phase ihres experimentellen filmischen Schaffens auf 8-mm- und 16-mm-Filmmaterial entstand von den 1970ern bis in die 1990er Jahre; thematisch-inhaltlich beschäftigen sich ihre Filme oft mit Frauen, Körpern, Tod, aber auch mit der sehr persönlichen filmischen Aneignung von Landschaften. Hirsch ist bis heute aktiv, ihre jüngsten Filme erkunden Mysterien des Universums.

Kuratiert von Cecilia Barrionuevo.