V’18: OCTOBER 25 – NOVEMBER 8, 2018

Special: Robert Land

Die Wiederentdeckung eines verschollenen Filmemigranten
EINE RETROSPEKTIVE DES FILMARCHIV AUSTRIA

Er gilt als einer der großen Unbekannten des deutschsprachigen Kinos der Zwischenkriegsjahre. Die Überlieferung seines Werkes konnte man allenfalls als fragmentarisch bezeichnen und seine Biografie lag praktisch im Dunkeln. 1887 in Mähren geboren musste Robert Land am Höhepunkt seiner Karriere den Lebens- und Arbeitsmittelpunkt Deutschland verlas-sen. Nach Stationen in der Tschechoslowakei, Italien und Österreich verliert sich seine Spur zu Beginn des Jahres 1940 mit einem in Paris geschriebenen Brief. Das Filmarchiv Austria präsentiert eine erste Werkschau zu Robert Land und ergänzt damit die Geschichte des österreichischen Filmexils um einen gewichtigen Eintrag, eine echte Entdeckung. Schon bisher verwiesen Filme wie DER FLUCH (mit dem Land Lilian Harvey entdeckt) oder ICH KÜSSE IHRE HAND, MADAME (mit ersten Tonelementen und der Dietrich in der Hauptrolle) auf die Meisterschaft ihres Regisseurs. Andere Titel galten allenfalls als Versprechen – denn sie waren verschollen. Die groß angelegte Recherche des Filmarchivs wurde mit der Entdeckung von DIE KLEINE VERONIKA, einem nun restauriert erstrahlenden Meisterwerk, belohnt. Schlüsselfiguren des experimentellen Musikschaffens aus Österreich werden für eine spannende musikalische Auseinandersetzung mit den stummen Werken dieser Reihe sorgen.

Kuratiert von Ernst Kieninger, Armin Loacker und Nikolaus Wostry.

 

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