Monografie Pierre Creton

 

DIE ERDE BESTELLEN, FILMEN

Filmemacher und Poet, doch hauptberuflich Ackerbauer und Viehzüchter, porträtiert Pierre  Creton die Wirklichkeit, die ihn umgibt, und vermag deren innewohnende Schönheit zu vermitteln. Er ist ein unverfälschter Filmkünstler, einer, der die feinen Bewegungen der Seele und die Zartheit menschlicher Beziehungen wahrzunehmen in der Lage ist. Er ist  einer, dessen Schafen frei ist von den Lastern und Manierismen des Systems, und er kann daher in diesem  Schafen besonders mutig und konkret sein. Bei Creton sind Kunst und Leben untrennbar ineinander verschränkt, und  „leben“ bedeutet hier, sich neuen Situationen und Begegnungen zu öfnen – nicht zuletzt, um Erfahrungen zu machen, die wiederum in einen kommenden Film einfließen können. Weil als Filmemacher zu arbeiten eben auch bedeutet, eine lebenswerte Welt um sich herum zu gestalten, die Landarbeiter wie Dichter, Leute von fern und nah, Ansässige und Zuwanderer miteinbezieht, und in der Gedanken, Wünsche, Absichten und Freundschaften geteilt werden. Cretons Kino ist daher – in der sozialen Bedeutung des Begrifs – zutiefst  politisch.

In Anwesenheit von Pierre Creton und Vincent Barré.