SÍLVIA DAS FADAS

Auf der Suche nach Geistern und Bildern
Sílvia das Fadas aus Coimbra in Portugal arbeitet als Filmemacherin, Forscherin und Lehrerin. Seit ihrer Zeit an der Cinemateca Portuguesa in Lissabon und ihrem Studium am California Institute of the Arts hat sie sich ganz dem analogen Material verschrieben und dreht ihre Filme auf 16mm. Interessiert an Legenden und Volkstümlichem erkundet sie in dokumentarisch-essayistischen Bewegungen das, was sich davon in der wirklichen Welt als Spuren und Überbleibsel abdrückt. In SQUARE DANCE, LOS ANGELES COUNTY, CALIFORNIA, 2013 setzt sie sich mit wiedergefundenen Fotografien von Russell Lee auseinander. Diese im Auftrag der Farm Security Administration aufgenommenen Bilder zeigen einen Tanzabend im bäuerlichen Milieu. Der Film erweckt diese Bilder mit Bewegungen und Musik zum Leben. Sílvia das Fadas Filme entstehen in Erkundungen. Alleine mit ihrer Kamera macht sie sich auf den Weg in die Wirklichkeit oder ins Archiv. Sie sucht nach Geistern und Bildern. In ihrer Hinwendung an das Material erzählt sich mehr als eine militante Nostalgie. Stattdessen verweist ihr Schaffen auf eine mögliche Zukunft des Kinos. In ihrem über mehrere Jahre entstandenen A CASA, A VERDADEIRA E A SEGUINTE, AINDA ESTÁ POR FAZER besucht sie außergewöhnliche architektonische Konstruktionen in Frankreich, den USA, Großbritannien, Belgien, Italien und Rumänien. Mit sicherem Gespür für geometrische
Schönheit filmt sie diese Orte, die allesamt eine andere, utopische Form des Zusammenlebens kommunizieren. Sie sammelt Bilder, um sie zu teilen.

In Anwesenheit von Sílvia das Fadas.

 

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