Special: Revolutions in 16mm

Zu einer anderen Geschichte des Schmalfilm-Formats

Mit der Einführung des 16mm-Films hat sich das Kino neu erfunden. Nur halb so breit wie das über lange Zeit vorherrschende industrielle Standard- format war der 16mm-Film im Verlauf der Filmgeschichte vermutlich um nichts weniger einflussreich. Die Re- duktion von Größe und Kosten hat Fil- memacherInnen das Arbeiten mit völ- lig beweglicher, intimer Kamerafüh- rung und neuen Formen künstleri- scher Freiheit ermöglicht, ja sie über- haupt erst als solche hervorgebracht. Nicht nur sollte das Schmalfilmformat FilmemacherInnen dazu verführen, außerordentliche Risiken auf sich zu nehmen und sich mit der Kamera in der Hand auf die Straße und das Schlachtfeld zu wagen, um entlegenste Gegenden der Welt ebenso wie die in- timste Privatheit des eigenen Heims zu erkunden, sondern auch die Auswir- kungen des 16mm-Formats auf die Vorführung von Filmen waren immens: Tragbare Projektoren brachten das Kino in nie dagewesener Zahl in die Klas- senzimmer, Fabriken, Gefängnisse, Kirchen und Wohnungen und ließen un- zählige neue Genres entstehen. Dies sind ihre Geschichten.

Kuratiert und in Anwesenheit von Katja Wiederspahn und Haden Guest.
Am Beginn eines jeden Programms steht eine kurze Einführung.

In Anwesenheit auch von Bernd Brehmer (Werkstattkino München).