SREDÁ

V'97

SREDÁ

WEDNESDAY

Viktor Kossakowskij
RUS/D, 1997
Dokumentarfilme, 93min, OmdU

SREDÁ

Viktor Kossakowskij
RUS/D, 1997
Dokumentarfilme, 93min, OmdU

Drehbuch: 
Viktor Kossakowskij
Ton: 
Leonid Lerner
Hartmut Eichgrün
Kamera: 
Viktor Kossakowskij
Schnitt: 
Viktor Kossakowskij
Musik: 
Alexander Popov

Produktion: 
Viola Stephan Filmproduktion
Weltvertrieb: 
Jane Balfour Films Ltd.
Format: 
35 mm
Farbe

Mittwoch, 19. Juli 1961. Die Zeitungen haben an diesem Sommertag nur Gewöhnliches zu vermelden. Die Welt hat sich gemütlich eingerichtet im Kalten Krieg. Es ist ein ganz gewöhnlicher Tag, auch in Leningrad. 51 Mädchen und 50 Jungen erblicken an diesem Tag das Licht der Welt, unter ihnen Viktor Kossakowskij. Warum gerade hier und nicht woanders, warum gerade dann und nicht zu einer anderen Zeit? Diese Frage ist Ausgangspunkt des Films. Ist man vielleicht damals im Krankenhaus verwechselt worden? Wer sind die anderen, deren Lebensweg am selben Tag beginnt? Sind sie Schicksalsgefährten oder nur Zeitgenossen?

Ich habe die anderen hundert ein ganzes Jahr gesucht. Einige weilen nicht mehr unter den Lebenden, einige sind mittlerweile aus der Stadt fortgezogen, einige sind ausgewandert. Mehr als die Hälfte und ich leben weiterhin in dieser Stadt, die jetzt wieder St. Petersburg heißt. Dicke und Dünne, Kinderreiche und Alleinstehende, Arme und Erfolgreiche. Die einen sind redselig, die anderen ziehen es vor zu schweigen. Kranke und Ärzte. Die einen verkaufen, die anderen kaufen. Autofahrer und Fußgänger, Künstler und Geschäftsleute. Ein Bauunternehmer und ein Obdachloser, ein Häftling und ein Untersuchungsrichter. Rechtsgerichtete und Linksgerichtete. Gläubige und Gottlose. Jetzt sind wir 36 Jahre alt. (Viktor Kossakowskij)