S 21, LA MACHINE DE MORT KHMÈRE ROUGE

V'03

S 21, LA MACHINE DE MORT KHMÈRE ROUGE

S 21, THE KHMER ROUGE KILLING MACHINE

Rithy Panh
Kambodscha/F, 2003
Dokumentarfilme, 101min, OmeU

S 21, LA MACHINE DE MORT KHMÈRE ROUGE

Rithy Panh
Kambodscha/F, 2003
Dokumentarfilme, 101min, OmeU

Drehbuch: 
Rithy Panh
Ton: 
Sear Vissal
Kamera: 
Prum Mésar
Rithy Panh
Schnitt: 
Marie-Christine Rougerie
Isabelle Roudy
Musik: 
Marc Marder

Produktion: 
INA 4 avenue de l’Europe 94366 Bry-sur-Marne, Frankreich T 1 49 83 29 98 ccouteau@ina.fr
Weltvertrieb: 
MK2 International 55 rue Traversière 75012 Paris, Frankreich T 1 44 67 30 55 sales@mk2.com
Format: 
Video (Betacam SP)
Farbe

Nach der Machtübernahme der Roten Khmer 1975 in Kambodscha fielen fast zwei Millionen Kambodschaner dem von ihnen verübten Völkermord zum Opfer. Heute gehört die kommunistische Diktatur der Vergangenheit an, und die Überlebenden der Umerziehungslager leben Seite an Seite mit ihren ehemaligen Folterern, die bislang nicht verfolgt wurden. Rithy Panh konfrontiert diese beiden Gruppen als Zeugen der schmerzlichen Vergangenheit des Landes miteinander. Rithy Panh beleuchtet die Diktatur der Roten Khmer auf eine persönliche, zutiefst menschliche Art. In Kambodscha wird erst heute damit begonnen, in Prozessen die Hintergründe der Diktatur der Roten Khmer aufzurollen. Rithy Panh untersucht diesen Albtraum, indem er Beteiligte zu Wort kommen lässt. Mit Menschen, die als Opfer oder Täter in Umerziehungslagern waren, kehrte Rithy Panh in das ehemalige Lager S21 zurück. Das Lager war eine Todesmaschine, die kaltblütig und effizient ihren Auftrag erfüllte. Mit viel Zurückhaltung filmt Rithy Panh, wie die ehemaligen Henker in den alten Gebäuden, den Schauplätzen des Todes, die grausamen, todbringenden Gesten nachstellen, die zu ihrer täglichen Arbeit gehörten. Besser als alle didaktischen Kommentare oder Archivbilder verdeutlichen diese Gesten, wie Indoktrinierung Durchschnittsmenschen zu Todesmaschinen macht, weil sie sich dem herrschenden System anpassen und dadurch ihre eigene Haut retten wollen. (Julien Welter)