PRINCÍPIO DA INCERTEZA

V'02

O PRINCÍPIO DA INCERTEZA

UNCERTAINTY PRINCIPLE, THE

Manoel De Oliveira
P, 2002
Spielfilme, 133min, OmeU

O PRINCÍPIO DA INCERTEZA

Manoel De Oliveira
P, 2002
Spielfilme, 133min, OmeU

Mit: 
Leonor Baldaque
Camila
Leonor Silveira
Vanessa
Isabel Ruth
Celsa
Ivo Canelas
António Clara
Luís Miguel Cintra
Daniel Roper
José Manuel Mendes
Torcato Roper
Carmen Santos
Joana
Cecília Guimarães
Rute
Júlia Buisel
Tante Tofi
Drehbuch: 
Manoel de Oliveira nach dem Roman «Jóia de familia» von Agustina Bessa-Luís
Ton: 
Henri Maïkoff
Kamera: 
Renato Berta
Schnitt: 
Manoel De Oliveira
Catherine Krassovsky
Ausstattung: 
Maria José Branco
Kostüm: 
Isabel Branco

Produktion: 
Madragoa Filmes Rua da Palmeira, No. 61200-313 Lisboa, PortugalT 21 325 58 00 geral.madragoa@madragoafilmes.pt
Weltvertrieb: 
Gemini Films 34 boulevard Sébastopol75004 Paris, FrankreichT 1 44 54 17 17 gemini@easynet.fr
Format: 
35 mm
Farbe

Mit The Uncertainty Principle kehrt Manoel de Oliveira an die Ufer des Douro und nach Oporto zurück, um eine Geschichte zu erzählen, die schonungslos die portugiesische Gesellschaft analysiert. Er tut dies anhand einer Gruppe von Charakteren, die durch Liebe und Freundschaft, Hass und Rache verbunden sind. Der wohlhabende António und José, Sohn des Hausmädchens, teilen von Kindheit an alles. Eines Tages sogar mehr, als ihnen lieb ist. Denn António heiratet Josés Jugendliebe Camila, die er schließlich auch noch mit Vanessa, Josés Komplizin in einigen krummen Geschäften, betrügt. Der Film basiert auf dem Roman «Jóia de familia» von Oliveiras langjähriger Mitstreiterin Agustina Bessa-Luís, die dafür erst kürzlich mit dem höchsten portugiesischen Literaturpreis ausgezeichnet wurde. Unbeirrt folgt der 94-jährige portugiesische Veteran seinem eigenen idiosynkratischen Pfad. The Uncertainty Principle ist sowohl in puncto Größe als auch im Bezug auf seine narrative Komplexität ehrgeiziger als seine letzten Filme und entfaltet sich als eine verwickelte Familiensaga mit philosophischen Untertönen. Die Herkunft des Films aus der Literatur erweist sich anhand der dicht geschriebenen Dialoge, mittels derer die Figuren Philosophisches und Rätselhaftes von sich geben, die Natur von Gut und Böse, Wahrheit und Schein, Korruption und Unschuld diskutieren. In ihnen manifestiert sich Oliveiras sardonischer, boshafter Witz. Wie immer bei Oliveira hat der Film ein ungewöhnlich starkes Gefühl für Schauplätze, so bei einer beeindruckenden Zugfahrt entlang des Douro. (Jonathan Romney)