PEAU D'âNE

V'06

PEAU D'âNE

Jacques Demy
F, 1970
89min, OmeU

PEAU D'âNE

Jacques Demy
F, 1970
, 89min, OmeU

Mit: 
Catherine Deneuve
Jean Marais
Jacques Perrin
Micheline Presle
Delphine Seyrig
Fernand Ledoux
Rufus
Andrée Tainsy
Geneviève Thénier
Jean Valière
Rosalie Varda
Annie Maurel

Produktion: 
Mag Bodard
Weltvertrieb: 
Verleih in Österreich: 
35 mm/Farbe

Als Kind hatte ich ein Kasperltheater, wo ich «Aschenputtel», «Eselshaut» und Andersens Märchen aufführte. Ich habe versucht, «Eselshaut» so zu inszenieren, wie es mir damals vorschwebte. Ich wünschte, dass die Kinder nach Lust und Laune träumen können, nachdem sie sich den Film angeschaut haben. Jacques Demy «Image et Son», 1971 Schon beim Vorspann sind wir gewarnt. Das beginnt mit einem umrahmten, antiquierten Bild des Buches von Perrault, eingeschlossen in eine Art Wappen. Wie bei einem alten Film nähert sich die Kamera feierlich dem Band, der sich zu sinfonischer Musik, bei der nur einige spitze, dodekafonische Dissonanzen stören, öffnet. Von Beginn an wird in Peau d'âne eine doppelte Tonlage entwickelt. Eine lineare, für sich stehende Erzählung wird in ihrem Narrativen und durch ihr Narratives so bearbeitet, dass sie auseinanderbricht. Diese Zweiheit wird vom Film in der Weise ausgestellt, dass er von einer blauen Periode, die heftig blau ist, zu einer roten Periode, die aggressiv rot ist, gelangt. Vom Vater zum Sohn, vom König zum Prinzen: untersagtes Begehren für offenbar statthafte Lieben. So zielt der Film auf zweierlei Publikum: erstmal auf die Kinder und dann auf die ebenfalls gemeinten Erwachsenen. Jean Douchet «Cahiers du Cinéma» Nr. 587/2004 (Übersetzung von Johannes Beringer)