Odna

V' 17

Odna

Allein

Grigorij Kozincev, Leonid Trauberg
UdSSR, 1931
82min, OmdU

Bild: Sammlung Österreichisches Filmmuseum

Odna

Grigorij Kozincev, Leonid Trauberg
UdSSR, 1931
, 82min, OmdU

Mit: 
Elena Kuz’mina
Petr Sobolevskij
Sergej Gerasimov
Marija Babanova

Format: 
35 mm
Schwarz/Weiß

Auf den ersten Blick erzählt ODNA mit Schostakowitsch-Untermalung eine Standard-Saga des Sozrealismus: die idealistische Städterin kämpft in einer entlegenen Ecke der Union gegen Analphabetentum und Kulakenwirtschaft. Doch mit Gespür für Nuancen inszenieren Kozincev/Trauberg den Stolz, mit dem die Heldin zu Beginn ihren neuen Beruf «Lehrerin» ins Formular schreibt, die Zwiespältigkeit, mit der sie ihr bequemes Leben in der Großstadt aufgibt, und die Solidarität, die sie bei den Frauen im Altai gegen männliche Missetäter erlebt. Ihr Drama erinnert daran, dass Emanzipation und «Diversity» tatsächlich schon Projekte der russischen Revolution waren.​