MACHT DER GEFüHLE

V'07

Die MACHT DER GEFüHLE

Alexander Kluge
BRD, 1983
115min, OF

Die MACHT DER GEFüHLE

Alexander Kluge
BRD, 1983
, 115min, OF

Mit: 
Hannelore Hoger
Edgar Boehlke
Klaus Wennemann
Erwin Scherschel
Beate Holle
Suzanne von Borsody
Paulus Manker
Barbara Auer
Alexandra Kluge
Uwe Karsten Koch
Daniel Lüönd

Produktion: 
Kairos-Film, München
Weltvertrieb: 
Verleih in Österreich: 
35 mm/Farbe

Die Macht der Gefühle gehört zum Genre des epischen Films. Der erste Spielfilm dieser Art stammt von Griffith. Und handelt von einem Gefühl: dem der Intoleranz. Er verfolgt dieses Gefühl von Babylon bis in die Gegenwart (1915); immer wieder werden neue Geschichten erzählt, im Kern geht es um ein und dasselbe Gefühl. Ähnlich der Film Die Macht der Gefühle. Er erzählt etwa 26 Geschichten, aber alle diese Erzählungen haben den gleichen Kern. Kluge ist jemand, der sich weigert (…), Gefühlen zu trauen, die sich noch steigern lassen, die sich zu Herren eines Schicksals aufspielen und etwas nicht mehr sein können: nämlich Glücksbringer… Deshalb gibt Kluge seinen „Gefühlen“ Namen, die keine sind, die sich in Miniaturen verstecken, in Kurzgeschichten, in Portraits und Augenblicken. Deshalb ist das Kino in seiner Praxis (des nunmehr 26. Films) immer eine Montage, immer ein Netzwerk der Fragmente, immer „ein Stummfilm mit Ton“ (Kluge), niemals ein dramatischer Diskurs. […] (Michael Kötz) Lesen Sie den gesamten Text, sowie weitere Beiträge zur Retrospektive 2007 in der VIENNALE-Publikation Der Weg der Termiten. Beispiele eines Essayistischen Kinos 1909–2004.