Čeremuški

V'12

Čeremuški

Gerbert Rappaport
UdSSR, 1963
90min, OmdU

© Viennale

Čeremuški

Gerbert Rappaport
UdSSR, 1963
, 90min, OmdU

Mit: 
Ol’ga Zabotkina
Vladimir Vasil'ev
Gennadij Bortnikov
Vladimir Zemljanikin
Marina Chotunceva
S. Živankova
Vasilij Merkur’ev
Marina Polubenceva
Evgenij Leonov
Fedor Nikitin
Konstantin Sorokin
Rina Zelenaja
Sergej Filippov
Drehbuch: 
V. Mass
M. Cervinskij
I. Glikman nach der Šostakovič-Operette «Moskva
Čeremuški»
Kamera: 
A. Nazarov
Schnitt: 
K. Kozyreva
Musik: 
D. Šostakovič
Kostüm: 
L. Šil’dknecht

Produktion: 
Lenfil’m
Format: 
35 mm
Farbe

Die sechziger Jahre, so pastellfarben und glücksverheißend, wie sie Minelli und Demy nicht hätten perfekter zeichnen können. Rappaports Inszenierkunst, seine Genreverfeinerungen rund um das Musical, erreicht in ČEREMUŠKI, basierend auf Šostakovičs Operette Moskva, Čeremuški ihren Höhepunkt. Worum es konkret geht: Chruščevs großangelegtes Umkrempeln der Moskauer Wohnlandschaft, eine Riesenbaustelle, die sich peu à peu in eine (leicht imaginäre) Tanzfläche verwandelt, auf der die Menschen – junge reine Seelen, ältere bürokratisch verbaute Typen oder sehr durchschnittliche SowjetbürgerInnen – in einem ersungenen Delirium der Freude (aber auch des Zanks) baden. Im Film tauwettert es noch, draußen fröstelt es bereits. RealSoz, sehnsuchtsvoll.