DEUTSCHE LEBENSLÄUFE - FRITZ LANG

V'07

DEUTSCHE LEBENSLÄUFE - FRITZ LANG

Artem Demenok
D, 2007
Dokumentarfilme, 45min, OF

DEUTSCHE LEBENSLÄUFE - FRITZ LANG

Artem Demenok
D, 2007
Dokumentarfilme, 45min, OF

Mit: 
Fritz Lang
Claude Chabrol
Jean-Marie Straub
Volker Schlöndorff
Drehbuch: 
Artem Demenok
Ton: 
Jürgen Kornatz
Ralf Boonen
Kamera: 
Michael Boomers
Schnitt: 
Michael Auer
Musik: 
Ryuichi Sakamoto

Produktion: 
Schmidt & Paetzel Fernsehfilme GmbH Niedstraße 28 12159 Berlin, Deutschland T 30 85 07 39 00 post@schmidt-paetzel.de
Weltvertrieb: 
Südwestrundfunk Hans-Bredow-Straße 76530 Baden-Baden, Deutschland T 7221 929 0 kurt.schneider@swr.de
Format: 
Video (Digi Beta)
Farbe und Schwarz/Weiß

Deutsche Lebensläufe - Fritz Lang ist ein Beitrag aus einer vom Südwestrundfunk gestalteten Reihe, in welcher der Sender filmische Biografien von kulturell bedeutenden Deutschen des 20. Jahrhunderts präsentiert. Artem Demenok hat das Leben Fritz Langs (1890-1976) anhand von Filmausschnitten und seltenen Interviewdokumenten nachgezeichnet. Regiekollegen wie Claude Chabrol, Jean-Marie Straub und Volker Schlöndorff berichten vom Einfluss der Arbeiten Langs auf ihr eigenes Schaffen. Der großzügig mit Filmausschnitten und wirklich schönen Interviewfragmenten illustrierte Film ist ein würdiger Auftakt der Porträtreihe. Hier wird nicht wie so oft das künstlerische Werk hinter Anekdotischem versteckt, sondern beides gleichberechtigt präsentiert. «Haben Sie auch keine Spiegelung auf meinem Monokel?» Ein dem Schneidetisch entkommener Schnipsel eines deutschen Fernsehinterviews der 60er Jahre erinnert an den begnadeten Selbstdarsteller Lang. Auch wenn er nicht die Tausend Augen des Doktor Mabuse hatte, entging ihm nichts. Natürlich macht es der gut aufgearbeitete Nachlass im Berliner Filmmuseum jedem Biografen leicht, sich, etwa anhand eines der minutiös geführten Terminkalender Langs, in das Leben des neben Hitchcock größten Film-Pedanten einzufühlen. Dennoch sieht man diese Qualität der Aufarbeitung selten im deutschen Fernsehen. Wie sich Lebensstil und Filmästhetik bei Lang gegenseitig bedingen, das zeigt Demenok so ausführlich und präzise wie es sich für Lang gehört. «Und wenn er dann nach Hause kommt/Ist er daheim ein fremder Mann», sinniert der Regisseur in einem Interviewausschnitt über seine unglückliche Heimkehr ins deutsche Nachkriegskino. Zu den schönsten Funken des Films zählen die letzten Bilder, die es vom gebrechlichen Lang gibt - der Schauspieler Oskar Werner führte die Kamera. (Daniel Kothenschulte) Dieser Film wird gemeinsam gezeigt mit Verteidigung der Zeit .