BARA NO SôRETSU

V'03

BARA NO SôRETSU

Begräbniszug Der Rosen

Matsumoto Toshio
Japan, 1969
107min, OmeU

BARA NO SôRETSU

Matsumoto Toshio
Japan, 1969
, 107min, OmeU

Mit: 
Peter
Eddie
Shiro Yoshimi
Jimmy
Furamenko Umeji
Gureko
Manji Tarô
Nora
Shibayama Mikirô
Philosoph
Tsuchiya Yoshio
Gonda
Ogasawara Osamu
Leda
Azuma Emiko
Mutter
Nakamura Kôichi
Juju
Ôta Sâko
Marie
Uchiyama Toyosaburô
Gebara
Hikonagi Wataru
Sabu
Kobayashi Chieko
Okei
Satô Yô
Radon
Takenaga Keiichi
Semushi
Don Madrid
Tony
Komatsu Hôsei
Lover
Zero Jigen Shôkai
Akiyama Shôtarô
er selbst
Shinoda Masahiro
er selbst
Awazu Kiyoshi
er selbst
Iwasaki Toyoko
sie selbst
Eda Kazuo
er selbst
Ikeda Tatsuo
er selbst
Fujita Shigeya
er selbst
Yagi Jirô
er selbst
Yodogawa Nagaharu
er selbst

Produktion: 
Produktion Matsumoto Productions, Art Theatre Guild of Japan
Weltvertrieb: 
Verleih in Österreich: 
35mm/1:1,33/Schwarzweiß

Eddie, ein Junge, der sich als Frau fühlt, arbeitet in der Gay-Bar Genet als Drag Queen und Animatrice. Ihre Freizeit verbringt sie bei Freunden aus der Underground-Szene mit Kiffen, Shopping, dem Drehen von Super-8-Filmen und bei ausgelassenen Parties. Als Eddie sich auf den Barbesitzer Gonda einlässt, den sie sich jedoch zunächst mit Leda, einem Transvestiten in traditionellem Frauen-Outfit, teilen muss, wird sie in eine wilde Konkurrenz- und Eifersuchtsbeziehung gezogen. Der Film bricht auf allen Ebenen mit der Fiktion. Mit dokumentarischen Elementen und Interviews werden die Produktionsbedingungen des Films reflektiert. Die ödipalen Konflikte werden in dramatischer Überhöhung der Realität entrückt, und selbst auf der Erzählebene des professionellen Nachtlebens und der privaten Auftritte mit Freunden weiß man nicht, woran man ist. Wir können nur vermuten, wo Realität und filmische Fiktion im Leben Eddies ineinander fließen. Ironische Distanz wird in slapstickartig beschleunigten Szenen erzeugt, die in ihrer Lustigkeit in krassem Gegensatz zu Eddies triebgeladenen Tagträumen und der mythologisch übersteigerten Travestie japanischer Ehre stehen. Matsumoto selbst kommentierte folgendermaßen: « Bara no sôretsu machte die Welt der männlichen Prostitution zu einem Paradigma für das zeitgenössische Japan.»