ARRIÈRE PAYS

V'98

L' ARRIÈRE PAYS

HINTERLAND

Jacques Nolot
F, 1997
Spielfilme, 90min,

L' ARRIÈRE PAYS

Jacques Nolot
F, 1997
Spielfilme, 90min,

Mit: 
Jacques Nolot
Henri Gardey
Mathilde Moné
Drehbuch: 
Jacques Nolot
Ton: 
Jean-Louis Ughetto
Kamera: 
Agnès Godard
Schnitt: 
Martine Giordano
Ausstattung: 
Patrick Durand

Produktion: 
Magouric Productions
Weltvertrieb: 
Léonor Films
Format: 
35 mm
Farbe

Nach zehnjähriger Abwesenheit kehrt der Schauspieler Jacques Pruez, ein Junggeselle in seinen Fünfzigern, aus Paris in sein Heimatdorf im Südwesten Frankreichs zurück, um bei seiner sterbenden Mutter zu sein. Er wohnt bei seinen Tanten Aimée und Jeoffrette, die immer wieder die Vergangenheit und den Dorftratsch aufleben lassen. Yvan, Jacques' Vater, der Friseur des Dorfes, verlässt sich auf den "Erfolg" seines Sohnes, der ihn versorgen soll. Er weigert sich, einzugestehen, dass seine Frau schwer krank ist; er glaubt, es seien die Ärzte, die sie langsam umbringen. Jacques hat Schwierigkeiten mit seinem Bruder Alain, einem Polizisten aus Bordeaux, der den Vater nicht zu sich nehmen will. Als die Mutter stirbt, erfährt Jacques, dass Yvan nicht sein Vater ist. Gefangen in seiner Kindheit, seiner Vergangenheit, wandert er durch die nächtlichen Straßen und durchlebt viele dramatische Momente noch einmal.

L'Arriere Pays ist die Fortsetzung zu La Matiouette und J'embrasse pas. Es war aber für mich klar, dass ich diesmal selbst Regie führen würde. Dies ist ein Film über Identität, er ist mehr sehr nahe, ein Weg, um zurückzugehen und Bilanz zu ziehen. Er konnte nur in meinem Heimatdorf gedreht werden, mit Leuten aus der Umgebung, mit Laien. Ich hätte ihn ohne Proben machen können, einfach so, nur mit der Kamera in der Hand. Ich musste ihn machen, so wie man eine Schuld zurückzahlt, eine Verpflichtung hat. Und nur ich konnte diese Rolle spielen. Ich hatte alle Szenen in meinem Kopf, die Betonungen, die Gefühle, die Richtung, in die es gehen sollte. Die einzige Frage, die sich mir stellte, war: Würde ich genug Distanz haben? Ich hatte Angst, aber auf eine positive, fruchtbare Weise. Ich umgab mich mit Leuten, die ich liebe, die eins waren mit mir und mit dem Material. Agnes Godard und ihr Team standen hinter mir. Egoistisch gesprochen, waren das die schönsten Tage meines Lebens. (Jacques Nolot)