AMOURS D'ASTRÉE ET CÉLADON

V' 08

LES AMOURS D'ASTRÉE ET CÉLADON

ROMANCE OF ASTREA AND CELADON, THE

Eric Rohmer
F/I/E, 2007
Spielfilme, 109min, OmeU

LES AMOURS D'ASTRÉE ET CÉLADON

Eric Rohmer
F/I/E, 2007
Spielfilme, 109min, OmeU

Mit: 
Andy Gillet
Céladon
Stéphanie Crayencour
Astrée
Cécile Cassel
Mathilde Mosnier
Jocelyn Quivrin
Drehbuch: 
Eric Rohmer nach dem Roman «L'Astrée» von Honoré d'Urfé
Ton: 
Pascal Ribier
Kamera: 
Diane Baratier
Schnitt: 
Mary Stephen
Musik: 
Jean-Louis Valero
Ausstattung: 
Jerôme Pouvaret
Marie Dos Santos
Kostüm: 
Pierre-Jean Larroque
Pu-Laï

Produktion: 
Compagnie Eric Rohmer 22 avenue Pierre 1er de Serbie 75116 Paris, Frankreich
Weltvertrieb: 
Rezo Films International 29 rue du Faubourg Poissonnière 75009 Paris, Frankreich T 1 4246 4630 infosrezo@rezofilms.com
Format: 
35 mm
Farbe

Der Schäfer Céladon liebt die Schäferin Astrée, doch diese fällt auf die Verleumdungen eines Freiers herein und trennt sich von ihrem Geliebten. Dieser stürzt sich verzweifelt in einen Fluss, wird jedoch von Nymphen gerettet. Astrée hält ihn für tot. Céladon hatte geschworen, seiner Angebeteten nicht wieder unter die Augen zu kommen - und muss nun zahlreiche Proben bestehen, um Astrée zurückzugewinnen. Wie Jacques Rivette, der sich in seinem jüngsten Film Ne touchez pas la hache getreu an den Wortlaut von Balzac-Texten hielt, lässt Eric Rohmer die Sprache eines Hirten­romans aus dem 17. Jahrhundert auferstehen, «L'Astrée» von Honoré d'Urfé. Aus der weitverzweigten Handlung der Vorlage hat er allerdings die Liebesgeschichte von Astrée und Céladon herauskristallisiert. Während Rohmer Céladons Zögern und Gewissheit gegenüber einer allmächtigen Liebe ergründet, beobachtet er auch genau das Umfeld seines Helden: die Anhänger der sexuellen Freizügigkeit wie jene, die sich ernsthafter Freundschaften rühmen. Ebenso wie die Romanvorlage, die eine Art arkadisches Freundschaftsparadies beschreibt, zeigt Rohmer die mannigfachen und verwirrenden Gefühle der Menschen: die Ausschließlichkeit der Liebe, Astrées für die ungute Art zu lieben typische Eifersucht - und die falschen Freunde, die insgeheim erotische Interessen verfolgen oder Macht über andere gewinnen wollen. Ab und zu fließt in diese Ode an das Leben eine deutliche Hommage an den Stummfilm ein, wenn etwa die über Astrées Gesicht fliehenden Wolkenschatten an Lillian Gish erinnern. Auf poetische Weise wird bei Rohmer die ursprüngliche Komplexität des Lebens und die einer universellen Heuchelei ausgesetzte Vielfalt der Gefühle versinnbildlicht. In einem großzügigen und zeitlosen Ansatz schenkt uns Rohmer ein sinnlich-leichtes Gedicht, ein Elixier der Jugend. (Olivier Bombarda)