32 AOÛT SUR TERRE

V'98

UN 32 AOÛT SUR TERRE

32. AUGUST AUF ERDEN, DER

Denis Villeneuve
CAN, 1998
Spielfilme, 88min,

UN 32 AOÛT SUR TERRE

Denis Villeneuve
CAN, 1998
Spielfilme, 88min,

Mit: 
Pascale Bussieres
Alexis Martin
Richard S. Hamilton
Drehbuch: 
Denis Villeneuve
Ton: 
Martin Pinsonnault
Kamera: 
Andre Turpin
Schnitt: 
Sophie Leblond
Musik: 
Nathalie Boileau
Pierre Desrochers
Robert Charlebois
Jean Leloup
Ausstattung: 
Jean Babin
Kostüm: 
Suzanne Ahrel

Produktion: 
Max Films
Weltvertrieb: 
Alliance Independent Films
Verleih in Österreich: 
Filmladen
Format: 
35 mm
Farbe

Simone fährt mit ihrem Auto auf der Autobahn, als sie über dem Lenkrad einnickt und der Wagen von der Straße rutscht. Im Spital wird festgestellt, dass sie keine schwerwiegenden Verletzungen davongetragen hat, aber ganz offensichtlich ist ihre Psyche angeschlagen. Sie schmeißt ihren Job als Schauspielerin und Model hin, storniert eine geplante Reise nach Italien und ruft ihren besten Freund Philippe an. Sie bittet ihn um einen ungewöhnlichen Gefallen: Sie will ein Kind von ihm. Philippe, der bereits eine Freundin hat, ist von der Idee alles andere als angetan, aber Simone hat offensichtlich so viel Macht über ihn, dass er schließlich zögernd zustimmt. Seine einzige Bedingung ist, dass das Kind in der Wüste gezeugt werden müsse. Die beiden machen sich auf den Weg nach Salt Lake City.

Denis Villeneuve und sein Kameramann Andre Turpin präsentieren einen Film, in dem praktisch jede Einstellung mit Stil und sorgfältiger Überlegung gedreht ist. Die Sequenzen in der blendend weißen Wüste sind geradezu sensationell. Die besten Szenen hier sind die, in denen die beiden Protagonisten erkennen, dass die seltsame, salzige Landschaft doch nicht das Aphrodisiakum ist, das sie sich erhofft haben, und sie werden getragen von der stillen komischen Interaktion zwischen der entschlossenen Simone und dem zögerlichen, leicht zu beeindruckenden Philippe. Villeneuves Story ist mit einem vertrackten Humor ausgestattet, der sehr originell ist. Alexis Martin ist sehr gut als Philippe, und seine zwar witzige, aber angsterfüllte Persönlichkeit trägt wesentlich zur Farbigkeit des Films bei. Pascale Bussieres gibt ebenfalls eine sehr starke Darstellung, und wie immer ist ihre Leinwandpräsenz umgeben von etwas sehr Gewinnendem und doch Mysteriösem. (Brendan Kelly)