Chun nuan hua kai | © Viennale

CHUN NUAN HUA KAI

Ivan Marković, Wu Linfeng (D/China/SRB 2019)
Zwei Männer teilen sich eine Wohnung unter der Erde. Der eine arbeitet nachts und schläft am Tag, sein Mitbewohner andersherum. Sie sehen sich kaum. Die Wohnung ist ein Zwischenort, und nirgends können die Männer wirklich bleiben. Räume sind entscheidend in diesem Spielfilmdebüt, das zeigt, wie der Neoliberalismus implodiert. Peking wächst und wächst und wird von der Kamera zerteilt. Man kennt sich nicht mehr aus, geht verloren im Halbdunkel der Souterrains. Trotzdem träumen die Männer von materiellem Aufstieg. In diesem Paradox erzählen die Filmemacher poetisch von jenem unbedingten Hier und Jetzt, das nicht mehr erreichbar ist. (Patrick Holzapfel)

 

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