Tarde para morir joven

TARDE PARA MORIR JOVEN

Dominga Sotomayor (Chile/Brasilien/Arg/NL 2018)
Chile 1990. Im bergigen Anden-Hinterland hat sich eine Gruppe von Aussteigern mit ihren Kindern in einer Art Kommune eingerichtet. Die Geschichte kreist um die 16-jährige Sofía, die rebellisch und wie ein Schlot rauchend die Wonnen und Qualen der Pubertät durchlebt und unter der Abwesenheit ihrer Mutter leidet. Der in ausgebleichten Farben gedrehte Film erzählt seine kleinen Alltagsvignetten mit einem untrüglichen Gespür für atmosphärische Verdichtungen, einfallsreiche Klangdramaturgie und sorgfältig komponierte Nachtszenarien – bis ein Feuer ausbricht und die ganze Hippie-Idylle gefährdet. Eine Symphonie aus Schall und Rauch. (Thomas Mießgang)