Der 14-jährige Hervé ist ein ganz normaler Teenager, der mit seiner aufdringlichen Mutter in einer Wohnsiedlung in der Bretagne lebt. Seine Sorgen sind seinem Alter entprechend und groß: Gemeinsam mit seinem besten Freund Camel stellt er den Mädchen in seiner Schule nach, doch der erwünschte Kontakt mit dem anderen Geschlecht scheint in weiter Ferne. Eines Tages jedoch wird er aus unerklärlichen Gründen von Aurore, einem der hübschesten Mädchen der Klasse, im Bus angesprochen, und langsam beginnt sich eine Beziehung zwischen den beiden zu entwickeln. Das junge Paar ist im Laufe des Schuljahrs natürlich mit allerhand Widrigkeiten konfrontiert, die nicht nur die erste Liebe betreffen, sondern auch den Schulalltag, die romantischen Missgeschicke von Hervés nerviger Mutter und sogar einen Todesfall in der Schule.
Riad Sattouf, der in den vergangenen Jahren als Comicbuch-Autor bekannt geworden ist, stellt sich in der Teenager-Komödie
Les Beaux gosses stets auf die Seite seiner jugendlichen Helden und legt offensichtlichen Wert darauf, deren Krisen und alltäglichen Kummer nicht bloßzustellen. Und er nimmt ihre Probleme - bei aller Situationskomik und allem Wortwitz - durchaus ernst: Der Selbstmord eines Lehrers dient als Vorausschau auf eine Welt des Schmerzes, die den Schülern als Erwachsene bevorsteht, und das Ende des Films zeigt, wie schnell sich jugendliche Verwirrung und Unbedarftheit in Sicherheit verwandeln kann.
Obwohl die jugendlichen Darsteller die Geschehnisse beherrschen, hat Riad Sattouf für die Nebenrollen einige große europäische Schauspielerinnen gewinnen können. Noémie Lvovsky spielt als Hervés Mutter eine Schlüsselrolle; zudem gibt es Gastauftritte von Emmanuelle Devos als Direktorin, von Irène Jacob als Aurores Mutter sowie von Marjane Satrapi als Verkäuferin in einen Musikgeschäft.
RIAD
SATTOUF
Geboren 1978 in Paris. Wächst zunächst in Algerien und Syrien auf, bevor er in die Bretagne zieht. Macht sich vor allem als Autor und Zeichner von Comics einen Namen. Zu seinen erfolgreichen Büchern zählen etwa «No Sex in New York» (2004), «Retour au collège» (2005) und «La Vie secrète des jeunes» (2007).
Les Beaux gosses ist seiner erster Langspielfilm.