Der Drehbuchautor Charlie Kaufman steckt in einer tiefen Schaffenskrise. Keine Zeile will ihm bei der Adaption von Susan Orleans Roman Der Orchideendieb gelingen. Kreativitätsstau und Schreibstörung überwindet er, indem er sich selbst in die Geschichte hineinschreibt. So wirbelt er, alle Erzählregeln missachtend, Zeiten und Ebenen, Realität und Fantasie durcheinander. Für die ZuschauerInnen endet die vergnügliche Komödie einmal mehr als virtuelle Karussellfahrt im bequem gepolsterten Kinosessel.
SPIKE
JONZE
Spike Jonze (* 22. Oktober 1969 in Rockville, Maryland, USA; eigentlich Adam Spiegel) ist ein US-amerikanischer Film- und Musikvideo-Regisseur.
Jonze begann seine Karriere als Regisseur von Musikvideos unter anderem der Beastie Boys (z. B. Sabotage) oder Fatboy Slim (z. B. Weapon Of Choice). Nach zwei Kurzfilmproduktionen inszenierte er 1999 erstmals einen Spielfilm:
Being John Malkovich. Der phantasievolle Film, dessen Drehbuch der bis dahin nur für Fernsehserien tätig gewesene Charlie Kaufman schrieb, wurde ein großer Erfolg und erntete international zahlreiche Auszeichnungen sowie drei Oscar-Nominierungen, darunter jene für Drehbuch und Regie. Für seinen zweiten Film,
Adaption, arbeitete Jonze erneut mit Kaufman zusammen. Dieser schrieb sich selbst sowie seinen (fiktiven) Bruder Donald als Hauptfiguren in den Film, der von den Qualen eines von Schreibblockaden geplagten Drehbuchautoren handelt.
Jonze ist außerdem einer der Erfinder der MTV-Serie
Jackass und Produzent des Films zur Serie
Jackass: The Movie. Derzeit ist er u. a. kreativer Leiter des Internet-TV-Senders VBS.TV des Magazins Vice.