Er möchte unerhörtes Ansinnen nur ein Pyjama-Oberteil, sie kauft das verbleibende Unterteil; er ist amerikanisch-naiver Börsenmillionär, sie kultiviert-verarmter französischer Adel; komödientechnisch unvermeidbar: die Heirat allein freilich zum Zwecke der Scheidung (immerhin 100.000 Dollar Jahresunterhalt) vom vermeintlichen Blaubart (immerhin 7 Ehen). Nach brillanten Wort- und anderen Gefechten, unredlichem Bemühen von beiden Seiten folgt Überwältigung am Ende ein Spitzenprodukt aus dem Hause Lubitsch.
ERNST
LUBITSCH
Geboren 1892 in Berlin. Nimmt neben seiner Arbeit als Buchhalter im Geschäft seines Vaters Schauspielunterricht. Wechselt 1913 zum Film und etabliert sich mit Filmen wie
Die Austernprinzessin (1919) oder
Die Puppe (1919, VIENNALE 2000) als einer der wichtigsten Komödienregisseure der UFA. Wendet sich im Laufe der Jahre zunehmend vom erfolgreichen Komödienstil ab und dreht Stummfilmklassiker mit Pola Negri (u. a.
Sumurun). Emigriert 1922 nach Hollywood und steigt mit Arbeiten wie
Trouble in Paradise (1932),
Design for Living (1932) oder
Ninotchka (1939) zu einem der bedeutendsten Regisseure der Zeit auf der so genannte «Lubitsch-Touch» wird weltberühmt. Ernst Lubitsch stirbt 1947 kurz vor der Vollendung von
The Lady in Ermine, der schließlich von Otto Preminger fertig gestellt wird.