V’15: OCTOBER 22 – NOVEMBER 5, 2015

In Focus: Manuel Mozos

Manuel Mozos

Die Entdeckung eines portugiesischen Filmemachers

Manuel Mozos nimmt inmitten der Vertreter des neueren portugiesischen Kinos eine Sonderrolle ein. Das Werk des 1959 geborenen Mozos umfasst nur
wenige Filme, die zwischen erzählerischem und dokumentarischem Kino, zwischen emotionalen Fantasmen und realistischen Milieuschilderungen
pendeln. Seine filmischen Essays handeln von der Geschichte der portugiesischen Kinematografie (CINEMA PORTUGUÊS (…)?) oder reflektieren – im Fall von RUÍNAS – das Nachleben verfallener Gebäude in seinem Heimatland. Als sein zentrales Werk gilt der erst 2002 nach vielen Hindernissen fertig gestellte XAVIER, der bereits 1991 gedreht wurde. Schon in dessen hybrider Familienerzählung hat Mozos seinen Stil perfektioniert, der sich auch in den beiden anderen Erzählfilmen …QUANDO TROVEJA und UM PASSO, OUTRO PASSO E DEPOIS… wiederfindet. Ausgehend von lakonisch gezeichneten realistischen Beziehungsgeflechten entstehen im Kino von Manuel Mozos fragile, elliptische Suchbewegungen in emotionalen Transiträumen, in denen sich das Verhältnis zwischen Privatem und Allgemeinem spiegelt.
Kuratiert von Miguel Gomes.

In Anwesenheit von Manuel Mozos.