Spielplan Festival

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MARGOT  BENACERRAF
Venezuela/F  1959

Drehbuch Margot Benacerraf, Pierre Seghers

Kamera Giuseppe Nisoli

Schnitt Pierre Jallaud, Francine Grübert

Musik Guy Bernard

Stimme José Ignacio Cabrujas

Restaurierung Scott MacQueen

Produktion
Caroni Films C.A., Films de L'Archer

Weltvertrieb
Milestone Films
38 George Street
PO Box 128
Harrington Park, NJ 07640, USA
T +1 201 767 31 17
info@milestonefilm.com


35mm/1:1,66/Schwarzweiß
OmeU
82  Minuten

Dokumentarfilme


ARAYA

  
TELL A FRIEND


Auf dem Filmfestival in Cannes teilten sich 1959 zwei Filme den Kritiker-Preis, welche die damalige Welt von zwei Extremen aus angingen; der eine war Alain Resnais' Hiro­shima, mon amour, der andere Araya. In der Lagune von Araya im Nordosten von Venezuela wird seit Jahrhunderten Salz gewonnen. Zu imposanten Pyramiden gehäuft, ist es zum Teil der Landschaft geworden. Wer nicht in den Salinen schuftet, ist am Fischfang beteiligt oder an einer der Routinen, welche die Menschen am Leben halten. Wenn man stirbt in Araya, wird das Grab mit Muscheln geschmückt, da auf dem salzigen Boden keine Blumen wachsen.
Man kann Araya als einen wunderschön fotografierten Schwarzweiß-Film sehen, der mit der Landschaft und den Körpern eine mimetische Beziehung eingeht. Man kann ihn aber auch als eine physische Erzählung über den nie aufgehenden Gegensatz zwischen Licht und Schatten, Betrachter und Betrachtetem, Kamera und Objekt sehen. Das Salz ist dabei der geheimnisvolle Mittler: Es gibt dem Film seine karge Schönheit und das Weiß der Kontraste und ist dabei gleichzeitig Leben und Joch der Menschen von Araya. Die Restauration von Margot Benacerrafs Araya nach dem Originalnegativ ist nun ihrerseits eine mimetische Geste, denn in gewisser Weise ist es das Salz, was diesen Film konserviert hat. (Tobias Hering)

MARGOT  BENACERRAF
Geboren 1926 in Caracas, Venezuela. Studiert zunächst Literatur und Philosophie. 1950 beginnt sie nach einem Aufenthalt in den USA ein Filmstudium am IDHEC, dem Institut des Hautes Etudes Cinématographiques in Paris. Ihr erster Kurzfilm Reverón, eine poetische Studie über den gleichnamigen venezolanischen Künstler, wird auf der Berlinale 1953 präsentiert, ihr Langfilmdebüt Araya 1959 in Cannes ausgezeichnet. 1966 gründet sie die venezolanische Kinemathek, Cineteca Nacional. Sie lebt in Paris und Caracas.

01.11.200918:30Künstlerhaus Kino




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