Spielplan Festival

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HAROLD  DANIELS
USA  1957/1961

Drehbuch Edward I. Fessler

Kamera Ted Saizis, Vincent Saizis

Schnitt Maurice Wright

Ton Gilbert D. Marchant

Musik Edward I. Fessler, Gerald Fried

Kostüm Leon K. Zainey

Darsteller
Peter Graves (Martin Davis), Lita Milan (Marie Herbert), Timothy Carey (Ulysses), Jonathan Haze (Bos), Douglas Fowley (Emil Herbert)

Produktion
American National Films


35mm/1:1,37/Schwarzweiß
OF
85  Minuten

Timothy Carey


POOR WHITE TRASH

  
TELL A FRIEND


Martin Davis, ein Architekt aus dem Norden, kommt ins Bayou Country, nach Louisiana. Er verliebt sich in die Cajun-Schönheit Marie, die attraktive Tochter eines unbeholfenen Fischers, und fordert damit den sadistischen Analphabeten Ulysses heraus, der ebenfalls in Marie verliebt ist.
Bereits das erste Bild, das man von Timothy Carey in diesem Film zu sehen bekommt, lässt nichts Gutes ahnen: Versteckt im Unterholz beobachtet er als Ulysses die Frau seiner Träume, die ihn aber natürlich nie lieben wird. Für seine Gemeinheit und Hinterlist bekommt er im Vorspann dafür einen besonderen Credit: «And presenting: Timothy Carey» heißt es da, und das sagt schon einiges über den Stellenwert Careys in Poor White Trash aus. Wenn Peter Graves als langweiliger Yankee Martin Davies nach einer halben Stunde seine erste größere Szene hat, hat Carey den Film schon in jeglicher Hinsicht an sich gerissen.
Gedreht unter dem Titel Bayou im Jahr 1957, nahm sich der Produzent Michael Ripps das Material vier Jahre später noch einmal her, um diesmal einen wirklichen Trash-Film daraus zu machen und Careys Charakter unter anderem mithilfe eines leicht zu erkennenden Doubles eine Vergewaltigung unterzuschieben. Was geblieben ist, sind das hochgekrempelte Hemd und die zahlreichen Untersichten, die Careys Körper noch größer erscheinen lassen und ihn vom hellen Himmel abheben. Hier braut sich auch schon das Unwetter zusammen, das später als Hurrikan über die Gemeinde hinwegfegen wird. Und als Schlüsselszene des Films Careys legendärer Cajun-Tanz auf der Veranda, endgültig von jedweder Konvention befreit.

HAROLD  DANIELS
Geboren 1903 in Buffalo, New York. Beginnt Mitte der 30er Jahre als Schauspieler,
ab den 40er Jahren auch als Regisseur von Low-Budget-Produktionen zu arbeiten. Er stirbt 1971 in Hollywood. Filme (Auswahl): Terror in the Haunted House (1958), House of the Black Death (1965), Annabelle Lee (1968).

02.11.200923:30Urania

04.11.200913:30Metro




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