Spielplan Festival

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LARS  VON TRIER
DK/D/F/S/I  2009

Drehbuch Lars von Trier

Kamera Anthony Dod Mantle

Schnitt Anders Refn

Ton Kristian Eidnes Andersen, Julien Naudin

Ausstattung Karl Júlíusson

Kostüm Frauke Firl

Darsteller
Willem Dafoe (Er), Charlotte Gainsbourg (Sie)

Produktion
Zentropa Entertainment Slot Machine, Liberator Productions, Arte France, Cinema, Memfis Film International, Trollhättan Film AB, Lucky Red SRL

Weltvertrieb
Trustnordisk
Filmbyen 12
2650 Hvidovre, Dänemark
T +45 36 86 87 88
info@trustnordisk.com

Verleih in Österreich
Polyfilm Verleih
Margaretenstraße 78, 1050 Wien
T 1 581 39 00 20
polyfilm@polyfilm.at


35mm/1:2,35/Farbe und Schwarzwei
eOmdU
108  Minuten

Spielfilme


ANTICHRIST

  
TELL A FRIEND


Antichrist beginnt mit einem brutal-brillanten Prolog: Während eines Liebesspiels zwischen Charlotte Gainsbourg und Willem Dafoe befreit sich das Kind des Paars aus seinem Laufstall, klettert auf einen Tisch und steht eine Weile am offenen Fenster - bevor es hinausfällt, viele Stockwerke tief, und in Zeitlupe unten aufprallt.
Was folgt sind die Trauer, die Selbstvorwürfe der Mutter und die Therapie, die ihr Mann, ein Psychologe, ihr verschreibt. Deren Kernstück ist das Benennen und Bekämpfen der eigenen Ängste, und als sie auf die Frage nach ihrer tiefsten Angst «im Wald sein» antwortet, bringt er sie dazu, gemeinsam in jene Waldhütte namens «Eden» zurückzufahren, wo sie den letzten Sommer mit ihrem Kind verbrachten.
Dies erweist sich nicht wirklich als gute Idee, denn das Paar ist in der Hütte «Eden» so wenig allein wie Adam und Eva im Garten Eden. Es gibt nicht den sprichwörtlichen Apfel, aber von Trier baut eine natürliche Drohkulisse auf: kahle Baumskelette, die aus der Erde ragen, reife Eicheln, die permanent aufs Hüttendach fallen, desorientierender Nebel, der wabert. Die beiden sind auf sich selbst zurückgeworfen und schutzlos dem Bösen ausgesetzt. (...) Damit ist der Themenkreis geschlossen: die Natur, die Triebe befreit; die Frau, die ihnen freien Lauf lässt; und der Mann, der dies als «böse» bezeichnet und unterdrückt. Antichrist dringt in Bereiche vor, die bisher dem Hardcore vorbehalten waren, sowohl beim Sex als auch bei der Körperzerstörung. Niemand, der aus diesem Film kommt, wird seinen Werkzeugkasten mit den gleichen Augen ansehen wie davor. (Hanns-Georg Rodek)

LARS  VON TRIER
Geboren 1956 in Kopenhagen. Studium an der Dänischen Filmhochschule. 1984 sorgt er mit The Element of Crime für Aufmerksamkeit und avanciert mit Europa (1991, Viennale 91), Breaking the Waves (1996, Viennale 96), Idioterne (1998, Viennale 98), Dancer in the Dark (2000, Viennale 00) und Dogville (2003, Viennale 03) zu einem der weltweit bedeutendsten Regisseure. Mit Zentropa Entertainment gründet er außerdem seine eigene Produktionsfirma und zeichnet für die TV-Serien Riget (1994, Viennale 94) und Riget II (1997, Viennale 97) verantwortlich.

29.10.200920:30Gartenbaukino

30.10.200913:30Künstlerhaus Kino




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