Spielplan Festival

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YUN  SUH
USA/Israel  2009

Drehbuch Yun Suh

Kamera Karin Thayer, Robin McKenna

Schnitt Jean Kawahara

Ton Yun Suh

Musik Shranny, Musa Hanhan, Jonathan Zalben, Ronen Landa

Produktion
Yun Suh
Independent Television Service

Weltvertrieb
Yun Suh
2319 Howe Street
Berkely, CA 94705, USA
T +1 510 295 7588
playbigger@gmail.com


HD/Farbe
OmeU
66  Minuten

Dokumentarfilme


CITY OF BORDERS

  
TELL A FRIEND


Die erste und einzige Queer-Bar Jerusalems hieß Shushan. Von 2003 bis 2007 bot sie einen Raum, in dem Menschen einander begegnen konnten; jenseits der von sexueller Orientierung, ethnischer und/oder religiöser Zugehörigkeit errichteten Schranken. Die Bar und einige ihrer Stammgäste sind Gegenstand von Yun Suhs City Of Borders, der die Bedeutsamkeit dieses einen Freiraumes zum Anlass nimmt, um die sichtbaren und unsichtbaren Grenzen in und um Jerusalem auszuloten.
Der Muslim Boody zum Beispiel lebt in Ramallah und kämpft sich bei Anbruch der Dunkelheit durch Stacheldraht und Absperrungen, um im Shushan ein paar unbeschwerte Stunden erleben zu können. Die Palästinenserin Samira und die Jüdin Ravit wiederum bilden ein Paar, dessen bloße Existenz gleich zwei Tabus bricht: das der gleichgeschlechtlichen Liebe und das der Beziehung zwischen Juden und Arabern. Auch Sa'ar Netanal, der Betreiber des Shushan, sieht sich nicht nur als erstes offen schwules Mitglied der Jerusalemer Stadtverwaltung zahlreichen Anfeindungen ausgesetzt. Sein Aktivismus bringt ihn zudem in Konflikt mit der Gay Community Israels, die darin eine unnötige Provokation der Orthodoxen sieht. Im Hass vereint finden währenddessen jüdische, moslemische und christliche Fundamentalisten zu einer unwahrscheinlichen Allianz und organisieren Protestmärsche gegen das queere «Sodom und Gomorrah» innerhalb der Stadtmauern.
City Of Borders zeigt Jerusalem als Minenfeld und als Frontstadt; als einen Ort, an dem der Kampf einer kleinen Gemeinschaft um ihr Recht auf Selbstbestimmung auf besondere Schwierigkeiten stößt, weil er inmitten eines umfassenderen Konfliktfeldes stattfindet. Quer zu den Streitereien zwischen den drei großen Religionen und quer zum Kampf zwischen Israel und Palästina existierend, wirkt das queere Leben in Jerusalem wie ein Katalysator, das Brüche ebenso wie Brücken sichtbar macht. Verankert nicht in abstrakten Konzepten, sondern im Leben einzelner, verwundbarer Menschen.
(Alexandra Seitz)

Dieser Film wird gemeinsam gezeigt mit Otobus.

YUN  SUH
Geboren 1972 in Seoul. Übersiedelt im Alter von acht Jahren nach Connecticut. Studiert Biologie und Psychologie in Berkeley und arbeitet bei Radio- und Fernsehsendern. Dreht Reportagen über die Massaker in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Shatilla. City Of Borders ist ihr erster langer Dokumentarfilm.

28.10.200900:00Urania

31.10.200913:30Künstlerhaus Kino




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