V’17: OCTOBER 19 – NOVEMBER 2, 2017

TAN DE REPENTE

V' 02

TAN DE REPENTE

Diego Lerman
Argentinien, 2002
Spielfilme, 90min, OmdU

TAN DE REPENTE

Diego Lerman
Argentinien, 2002
Spielfilme, 90min, OmdU

Darsteller: 
Tatiana Saphir
Marcia
Carla Crespo
Mao
Verónica Hassan
Lenin
Beatriz Thibaudin
Blanca
María Merlino
Delia
Marcos Ferrante
Felipe
Drehbuch: 
Diego Lerman
Maria Meira
Ton: 
Leandro de Loredo
Julian Caparros
Kamera: 
Luciano Zito
Diego del Piano
Schnitt: 
Benjamin Avila
Alberto Ponce
Musik: 
Juan Ignacio Bouscayrol
Ausstattung: 
Mauro Doporto
Luciana Khon
Kostüm: 
Constanza Pierpaoli

Produktion: 
Lita Stantic Producciones Av. Santa Fe 3205, Piso 2, Office 311425 Buenos Aires, ArgentinienT 11 4823 7245 lstantic@elsitio.net
Weltvertrieb: 
Flach Pyramide International 5 rue du Chevalier de Saint-Georges75008 Paris, FrankreichT 1 42 96 02 20 elagesse@flach-pyramide.com
Verleih in Österreich: 
Filmladen Mariahilferstraße 58/71070 WienT 1 523 43 62 0 office@filmladen.at
Format: 
35 mm
Schwarz/Weiß

Frei von jeglichen Schnörkeln, ist Diego Lermans Debüt Suddenly ein weiterer Beweis für die unangestrengte Überzeugungskraft des jüngeren argentinischen Kinos. Eine dicke junge Verkäuferin wird eines Tages von zwei lesbischen Punkerinnen, die sich Mao und Lenin nennen, recht unkonventionell kontaktiert und schließt sich ihnen, verwirrt durch den Bruch in ihrer täglichen Routine, zu einer Überlandfahrt an. Die Reise, deren schwarzweiße Melancholie von trockenem Witz kontrapunktiert wird, ist reich an abgründigen Zufällen, doch Lermans handfeste Charakterisierung und sein unprätentiöser Stil verankern sie fest in der Realität. Vor der konzisen Auflösung überzeugt Suddenly als facettenreiche Studie widersprüchlichen Verhaltens. Wegen der schwierigen Produktionsbedingungen, aber auch wegen der unvorhersehbaren Wendungen, trifft die eigenwillige Genrebezeichnung, die Lerman seinem Erstling verpasst hat, ins Schwarze: ein Abenteuerfilm. (Christoph Huber) Ich habe mich nicht nur deshalb für einen Abenteuerfilm entschieden, weil die Produktionsbedingungen in einem unterentwickelten Land schwierig sind Filme drehen ist dort eine Heldentat und jeder Drehtag ist ein Erfolgserlebnis , sondern aufgrund der Besonderheiten und des Inhalts der Geschichte. Ich wollte den erzählerischen Realismus solide konstruieren, um dann die willkürlichen Elemente einzuschleusen, an denen mir wirklich lag. Diese Elemente mussten allerdings plausibel sein und einen Anstrich von Wahrheit haben. Meine Absicht war, die Zuschauer aufzurütteln, sie nicht apathisch verharren zu lassen, sondern sie aus der Lethargie zu reißen und zu zwingen, Anteil zu nehmen. Ich glaube, wenn jemand so aus dem Kino kommt, wie er hineingegangen ist, dann hat sich die Arbeit nicht gelohnt. (Diego Lerman)

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