V’17: OCTOBER 19 – NOVEMBER 2, 2017

RUBLJOVKA - STRASSE ZUR GLÜCKSELIGKEIT

V' 07

RUBLJOVKA - STRASSE ZUR GLÜCKSELIGKEIT

Irene Langemann
D, 2007
Dokumentarfilme, 93min, russOmeU

RUBLJOVKA - STRASSE ZUR GLÜCKSELIGKEIT

Irene Langemann
D, 2007
Dokumentarfilme, 93min, russOmeU

Drehbuch: 
Irene Langemann
Ton: 
Alexander Iwanow
Kamera: 
Maxim Tarasjugin
Schnitt: 
Kawe Vakil
Musik: 
Michael Langemann

Produktion: 
Lichtfilm GmbH Kasparstraße 26 50670 Köln, Deutschland T 221 972 65 17 info@lichtfilm.de
Weltvertrieb: 
Lichtfilm GmbH Kasparstraße 26 50670 Köln, Deutschland T 221 972 65 17 info@lichtfilm.de
Format: 
35 mm
Farbe

Rubljovka heißt jene Straße, die das Zentrum Moskaus in westlicher Richtung mit der russischen Provinz verbindet. Ihre Umgebung zog in allen Zeiten die herrschende Elite an: Zaren, Diktatoren, Präsidenten. Auch das heutige Staatsoberhaupt Putin wohnt naturgemäß hier. In Putins Russland ist Rubljovka zum Synonym von Reichtum, gesellschaftlichem Aufschwung und dekadenter Lebensart geworden. Spuren der Vergangenheit und groteske Auswüchse des russischen Kapitalismus bilden hier einen bizarren Mikrokosmos, den es sonst nirgendwo im Riesenreich gibt. In meiner Erinnerung aus den 80er Jahren war die Rubljovka eine idyllische Landstraße, an der die sowjetische Crème de la crème ihre Datschen von Väterchen Staat zugewiesen bekam. Diese rasante gesellschaftliche Veränderung eines dreißig Kilometer langen Landstrichs war für mich der zündende Funke zur filmischen Erforschung dieses Phänomens. (...) Schon meine erste Recherchereise im Winter 2005 ergab, dass die Glitzerwelt der Neureichen sich hinter Mauern, Panzerglaslimousinen und streng bewachten, abgeriegelten Siedlungen verbirgt. Die zweispurige schmale Straße hat sich in einen Hochsicherheitstrakt verwandelt. (...) Die allgegenwärtige Präsenz von allerlei Bewachungsdiensten wird mit Terrorgefahr gerechtfertigt. Vor siebzehn Jahren hatte ich Russland wegen seines menschenverachtenden Systems verlassen. Unter Jelzin war das Riesenreich auf halbem Wege zur Demokratie, heute ist die Staatsordnung autoritärer als in den letzten Jahrzehnten der Sowjetära. (Irene Langemann)

Top