V’17: OCTOBER 19 – NOVEMBER 2, 2017

LONG WAY HOME

V' 03

LONG WAY HOME

Peter Sollett
USA, 2002
Spielfilme, 88min, OF

LONG WAY HOME

Peter Sollett
USA, 2002
Spielfilme, 88min, OF

Darsteller: 
Victor Rasuk
Victor
Judy Marte
Judy
Melonie Diaz
Melonie
Altagracia Guzman
Großmutter
Silvestre Rasuk
Nino
Krystal Rodriguez
Vicki
Kevin Rivera
Harold
Drehbuch: 
Peter Sollett nach einer Story von Peter Sollett und Eva Vives
Ton: 
Steve Borne
Kamera: 
Tim Orr
Schnitt: 
Myron Kerstein
Musik: 
Brad Jones
Roy Nathanson
Bill Ware
Ausstattung: 
Judy Becker
Kostüm: 
Jill Newell

Produktion: 
Le Studio Canal+ Espace Lumière, 5/13 Blvd. de la République 92514 Boulogne-Billancourt, Frankreich T 1 71 75 88 35 F 1 71 75 89 86
Weltvertrieb: 
Wild Bunch 99 rue de la Verrerie 75004 Paris, Frankreich T 1 53 01 50 20 vmaraval@exception-wb.com
Format: 
35 mm
Farbe

Wie so viele 16-Jährige gefällt sich Victor als Playboy und jagt in seiner Nachbarschaft in New Yorks Lower East Side Mädchen hinterher. Er ist ein gefühlloser, selbstsüchtiger Hund von einem Frauenhelden und hinterlässt eine Spur zerstreuter, seltsamer Affären. Der Film beginnt mit einer davon. Während des Sommers, in dem Long Way Home spielt, findet Victor eine ebenbürtige Gegnerin in der coolen Judy. Sie hängt mit ihrer Freundin Melonie im Swimmingpool der Nachbarschaft herum, wo die beiden von Victor und seinem Freund Harold entdeckt werden. Gemeinsam geben die beiden zwar ein schlechtes Spiel ab, aber sie schmieden trotzdem Pläne, die Mädchen für sich zu gewinnen. Solletts große Leistung ist die nüchterne Stichhaltigkeit des Films; er lässt einen grübeln, was seine Charaktere tun, wenn sie nicht gerade auf der Leinwand erscheinen. Eine derartige Leistung ist noch kaum in den Werken von etablierten Filmemachern da gewesen, geschweige denn im Feature-Debüt eines Regisseurs. Und das erinnert uns daran, dass wir hier etwas Besonderes sehen. (Elvis Mitchell) Die Teenager sprechen im abfälligen Ton der Straßen New Yorks, doch die Stimmung des Films ist offen und leicht, eine Reflexion dessen, wie die Kids die Spannungen und Freuden von Sex erleben. Die Burschen benehmen sich anmaßend, selbst wenn sie unsicher sind; die Mädchen tun so, als würden sie Jungs nicht brauchen. Nichts von wirklicher Bedeutung passiert, doch jeder Moment des Films lebt von dem Spiel der Gesten und Blicke, Angriff und Rückzug. Long Way Home sympathisiert mit Teenager-Sex, ohne die Sache großartig aufzubauschen. Sollett deutet an, dass dominikanische Kids, die aus zusammengewürfelten Familien mit fehlenden Elternteilen kommen, die Stabilität einer Beziehung brauchen. Mit ein wenig Glück wird der hübsche kleine Victor diese alltägliche Notwendigkeit ein Mann. (David Denby)

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