V’17: OCTOBER 19 – NOVEMBER 2, 2017

DEPUIS QU' OTAR EST PARTI

V' 03

DEPUIS QU' OTAR EST PARTI

Julie Bertuccelli
F/Belgien, 2003
Spielfilme, 100min, OmdU

DEPUIS QU' OTAR EST PARTI

Julie Bertuccelli
F/Belgien, 2003
Spielfilme, 100min, OmdU

Darsteller: 
Esther Gorintin
Eka
Nino Khomassouridze
Marina
Dinara Droukarova
Ada
Temur Kalandadze
Tengiz
Temour Kalandadze
Tenguiz
Drehbuch: 
Julie Bertuccelli
Bernard Renucci in Zusammenarbeit mit Roger Bohbot
Ton: 
Henri Morelle
Kamera: 
Christophe Pollock
Schnitt: 
Emmanuelle Castro
Ausstattung: 
Emmanuel de Chauvigny
Kostüm: 
Nathalie Raoul

Produktion: 
Les Films du Poisson 54 rue René Boulanger 75010 Paris, Frankreich T 1 42 02 54 80 filmsdupoisson@wanadoo.fr
Weltvertrieb: 
Celluloid Dreams 2 rue Turgot 75009 Paris, Frankreich T 1 49 70 03 70 info@celluloid-dreams.com
Verleih in Österreich: 
Stadtkino Filmverleih Spittelberggasse 3 1070 Wien T 1 522 48 14 stadtkino@nextra.at
Format: 
35 mm
Farbe

Julie Bertuccelli erzählt in Depuis quOtar est parti erzählt die Geschichte dreier Frauen aus Tiflis, Georgien. Die junge Ada wohnt mit ihrer Mutter Marina und ihrer Großmutter Eka zusammen in einer alten Wohnung, die Mühen des Alltags bestimmen das Dasein der Frauen. Die einzige Freude kommt von den Briefen und Geldsendungen, die Otar, der Sohn der Familie, regelmäßig aus Paris schickt. Doch eines Tages bleiben auch die ersehnten Briefe aus Otar ist in Frankreich tödlich verunglückt. Ada und Marina, die der alten Eka die Todesnachricht nicht überbringen können, beschließen, auf ihre Art Otar weiterleben zu lassen. Depuis quOtar est parti ist der erste Spielfilm der Regisseurin Julie Bertuccelli, die bereits mit ihren Dokumentarfilmen von sich reden gemacht hat. Als würdige Erbin ihrer Lehrmeister Iosseliani, Finkiel und Panh versteht sie es, sensibel und intelligent zugleich mit der Kamera umzugehen. Raffiniert komponierte Einstellungen und sanfte Farben spiegeln subtil die zärtlich verträumte Aura wider, die das Frauentrio im Mittelpunkt des Films umgibt. Auf unterschiedliche Weise schlagen sich die drei in einem Georgien durch, dessen Devise, wie Ada es ausdrückt, lauten könnte: «Jeder für sich und Kapitalismus für alle!» Marina lebt trotz ihres Ingenieurdiploms mehr schlecht als recht von geborgtem Geld, Lottogewinnen und dem Verscherbeln alter Dinge. Ada, die Intellektuelle, deren Liebe zur Literatur und zur französischen Sprache von der Großmutter geweckt wurde, entwendet ihrem ersten Arbeitgeber, nachdem der sie übel hereingelegt hat, einen kleinen Kunstgegenstand. Eka, zu alt, um sich noch irgendetwas von dieser neuen Welt zu erwarten, lebt in nostalgischer Erinnerung an ihren verstorbenen Mann, ihren Sohn im Exil und sogar an Stalin, verklärt eine abgelaufene Zeit und spielt für sich allein ihr eigenes kleines Theater der Fantasie. (Isabelle Regnier)

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