V’17: OCTOBER 19 – NOVEMBER 2, 2017

AQUELE QUERIDO MÊS DE AGOSTO

V' 08

AQUELE QUERIDO MÊS DE AGOSTO

Miguel Gomes
P/F, 2008
Spielfilme, 150min, OmeU

AQUELE QUERIDO MÊS DE AGOSTO

Miguel Gomes
P/F, 2008
Spielfilme, 150min, OmeU

Darsteller: 
Sónia Bandeira
Tânia
Fábio Oliveira
Hélder
Joaquim Carvalho
Domingos
Andreia Santos
Lena
Armando Nunes
Gomes
Manuel Soares
Celestino
Emmanuelle Fèvre
Fátima
Diogo Encarnação
Eric
Drehbuch: 
Miguel Gomes
Mariana Ricardo
Telmo Churro
Ton: 
Vasco Pimentel
Kamera: 
Rui Poças
Schnitt: 
Telmo Churro
Miguel Gomes
Ausstattung: 
Bruno Duarte

Produktion: 
O som e a fúria Rua da Sociedade Farmacêutica, 40 - 3 Esq 1150-340 Lissabon, Portugal T 1 213 582 518 furia@netcabo.pt
Weltvertrieb: 
O som e a fúria Rua da Sociedade Farmacêutica, 40 - 3 Esq 1150-340 Lissabon, Portugal T 1 213 582 518 sales.furia@netcabo.pt
Format: 
35 mm
Farbe

Arganil ist eine Kleinstadt mitten in Portugal und derart unbedeutend, dass man ihren Namen eigentlich sofort wieder vergessen könnte. Dass dies nicht der Fall ist, ist dem Umstand zu verdanken, dass ein junger portugiesischer Filmemacher im «Herzen Portugals», wie die Region liebevoll und nachsichtig genannt wird, gelandet ist, um hier einen Film zu drehen. Der Regisseur heißt Miguel Gomes und gilt als eines der größten Talente des portugiesischen Kinos. Der Film heißt Aquele querido mês de Agosto und ist der Grund dafür. Dass der zweite lange Spielfilm von Miguel Gomes eine derart große internationale Beachtung gefunden hat, erklärt sich schon nach wenigen Minuten. Ohne zu wissen, wie einem geschieht, wird man in eine Szenerie geworfen, die einen für die nächsten zweieinhalb Stunden in Beschlag nimmt: Wie der Fuchs, der in der ersten Einstellung hinter einem Hühnerstall dem Federvieh auflauert, beobachtet auch Gomes das Treiben in der Gegend. Was zunächst als buntes Potpourri von Menschen, Orten, Musik und Landschaftsaufnahmen gefällt, fügt sich im Laufe der Zeit zu einem anwachsenden großen Ganzen: Die unzähligen Musikkapellen, die immer wieder für Einlagen und Umzüge sorgen, bilden mit den (Lebens-)Geschichten, die sich Gomes erzählen lässt, eine untrennbare Einheit. Für die den semidokumentarischen Charakter unterlaufende Handlung sorgt Gomes selbst, der sich gewitzt immer wieder selbst in Szene setzt, die eigene Filmcrew zu Protagonisten macht und sich bei einer Flasche Rotwein mit seinem unglücklichen Produzenten unterhält. Und das ist doch eine schöne Art, einen Film zu drehen. Auch in Arganil. (Michael Pekler)

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