V’17: OCTOBER 19 – NOVEMBER 2, 2017

Festivalarchiv Rahmenprogramm

V'16

Das Festivalzentrum in der alten Hauptpost geht in die sechste Runde

Diskussionen und musikalische Acts standen auch dieses Jahr wieder auf dem Programm in der Dominikanerbastei 11.

Die Cypress Junkies geben den Startschuss für den Partyreigen im Festivalzentrum. Es folgten Abende mit Live-Konzerten von Carsten «Erobique» Meyer,  Singer-Songwriterin Anna B Savage , Terrel Wallace aka Tall Black Guy, Burriers und Roosevelt. Pianist und Produzent Rupert Huber präsentierte im Festivalzentrum die Höhepunkte des von ihm komponierten Soundtracks zum Film AUF EDITHS SPUREN live. Dem diesjährigen Viennale-Special «Analog Pleasure» wurde auch im musikalischen Rahmenprogramm Tribut gezollt. Analogen Musikgenuss gab es von Universal Beatnik und Alaska Al vom Accordia Schallplattenclub

Die Liste der DJs war auch 2016 wieder vom feinsten: DJs Liza Levitas (SISTERS), Noisolepsy (ASSQUAKE) und J’aime Julien (MALEFIZ), THAT GOOD VIBE COLLECTIVE, Doug Shipton (FINDERS KEEPERS), SupAfly Collective (RADIO BUZZ),

Zum Abschluss der V'16 brachte DJ Safi mit seinen Oriental Tunes und Live-Tables das Festivalzentrum zum Beben.

V'15

Vierte Runde: Das Festivalzentrum war auch 2015 wieder in der alten Hauptpost

Diskussionen und musikalische Acts standen auch dieses Jahr wieder auf dem Programm in der Dominikanerbastei 11.

Zu Festivalbeginn war Andy Fletcher von Depeche Mode auf Besuch, Davi DB legte auf. Weiter ging es mit FilmemacherInnen an den Plattentellern. Hans Hurch aka DJ Ohannes war einer der in diesem Jahr so zahlreichen heimischen Acts. Weiter ging es mit einem Konzert von Squalloscope. Unter den DJs waren z.B . DJ exel. Pauls, DJ Phekt, DJ Smoab & Shantisan. Manche Acts ließen wie Jerusalem in my heart die Grenzen zwischen Musik und Performance verschwimmen.

Mit Listen to Eric fand ein Abend für den und mit dem Viennale Präsidenten statt. statt. Ein Gespräch zum Film HOTLINE mit Silvina Landsmann war ebenfalls im Rahmenprogramm inkludiert.

 

V'14

Dritte Runde: Das Festivalzentrum war auch 2014 wieder in der alten Hauptpost

Diskussionen und musikalische Acts standen auch dieses Jahr wieder auf dem Programm in der Dominikanerbastei 11.

Malia Konzert im Viennale Festivalzentrum | © Viennale/Robert NewaldZu Festivalbeginn war die Londoner Indie-Band MYSTERY JETS auf Besuch, ETEPETETE legte auf. Mit WOODS OF BIRNAM machte AMOUR FOU-Hauptdarsteller Christian Friedel auch als Musiker auf sich aufmerksam. KONEA RA war einer der in diesem Jahr so zahlreichen heimischen Acts. Unter den DJs waren z.B . Sebastian Schlachter, die FM4 DJs MAKOSSA und MEGABLAST, DJ CUTEX, Jonathan Toubin (NEW YORK NIGHT TRAIN) und VIHANNA vertreten. Für den Electro Sound zum Tanzen sorgten unter anderem Anna Leiser von BEBOP RODEO und B. FLEISCHMANN. HODA MOHAJERANI, G.RIZO und MALIA brachten Gesang von Rumi bis Soul vor. Manche Acts ließen wie KLUB MUTTI À GOGO z.B. die Grenzen zwischen Musik und Performance verschwimmen.

 Michael Omasta (Falter, Synema), Haden Guest (Harvard Film Archive, Co-Kurator REVOLUTIONS IN 16MM), Silvia das Fadas (Filmemacherin), Philipp Fleischmann (Schule Friedl Kubelka, Filmemacher), Bernd Brehmer (Werkstattkino München, Underdox), Katja Wiederspahn (Viennale, Co-Kuratorin REVOLUTIONS IN 16MM) | © Viennale / Ruth Ehrmann Mit WHY FAROCKI MATTERS fand ein Abend für den im Sommer 2014 verstorbenen Filmemacher und Medientheoretiker statt. Ein Gespräch zur Filmschau REVOLUTIONEN IN 16MM unter dem Titel BE SAND, NOT OIL, ein Einblick in das Schaffen von Gerhard Heinz, der über 130 Kinofilme vertonte sowie eine Diskussion zwischen Abel Ferrara (PASOLINI) und Alex Ross Perry (LISTEN UP PHILIP) waren ebenfalls im Rahmenprogramm inkludiert.

V'13

 Gonzalo García Pelayo (Tribute-Filmemacher) | © Viennale (Robert Newald)Festivalzentrum in der alten Hauptpost geht in die zweite Runde...
Diskussionen und musikalische Acts waren auch dieses Jahr wieder Programm in der Dominikanerbastei 11.
Zu Festivalbeginn legte DJ Andy Smith (ehemaliger Live-DJ von Portishead) auf, mit Blur-Drummer DAVE ROWNTREE, SKERO, Glen Matlock, dem vormaligen Bassisten der Sex Pistols, Markus Binder (ATTWENGER) und den Organisatoren hinter dem Musik-Blog-Projekt LA BLOGOTHÈQUE ging es prominent weiter.

Zu den größten Events im ehemaligen Post-Hauptquartier 2013 zählte wohl AN EVENING TO REMEMBER: A PROGRAM DEDICATED TO LOU REED. Die Legende war V'10 Special Guest und präsentierte damals den Film RED SHIRLEY. Am 31. Oktober dieses Jahres wurde er anlässlich seines Todes (27.10.2013) mit Lesungen, Filmen und Musik gewürdigt.

H.A.P.P.Y.Manche Acts arbeiteten intermedial auf die Sinne ein: Dank einem Mix aus 16mm-Filmprojektionen, Visuals und arabischen Klängen erlebte das Publikum zum Beispiel wie sich JERUSALEM IN MY HEART anfühlt. Das Performance-Kollektiv H.A.P.P.Y. präsentierte das Buch zum 20-jährigen Jubiläum. Gleich zwei Abende lang durften Filmmakers @ Turntables ihren Geschmack beweisen – hervorzuheben ist da besonders die Performance von Gonzalo García Pelayo. Gespräche gab es zu den FORMEN DES DOKUMENTARISCHEN, der JERRY LEWIS RETROSPEKTIVE und WILL FERRELL, sowie zum Verhältnis von Leben und Kino.

V'12

Neues Festivalzentrum im Jubiläumsjahr

In Jubiläumsjahr gab es ein neues Festivalzentrum von besonderem Charakter an einem ganz und gar ungewöhnlichen Ort - in einem einzigartig großzügigen Bau, errichtet um 1880 unter Kaiser Franz Joseph und danach über lange Zeit das Headquarter der Österreichischen Post (Dominikanerbastei 11). Das Festivalzentrum war Treffpunkt, Lounge und Ort für Diskussionen und Gespräche, der Raum für Parties, DJ-Lines und Erholung zwischen den Filmen, für Essen und Trinken, untertags und bis spät in die Nacht.

 

Patti Smith - AN EVENING TO REMEMBER im Metro-Kino | © Viennale (Ruth Ehrmann)Neben zahlreichen und sehr gut besuchten Partys, Konzerten, DJ-Sets und Lesungen im neuen Festivalzentrum, war der Abend mit Patti Smith im Metro zweifellos das große Highlight des Rahmenprogramms der Viennale 2012. Die Sängerin und Autorin besuchte die Viennale anlässlich der Premiere des Films MUSEUM HOURS von Jem Cohen, für den sie auch als Produzentin fungierte. Im Metro fand AN EVENING TO REMEMBER statt, an dem Patti Smith das Publikum in kleinem Rahmen mit Auszügen aus ihrem Buch und einigen Liedern begleitet mit der akustischen Gitarre begeisterte.

V'11

VIENNALE FESTIVALZENTRUM AM BADESCHIFF
FilmemacherInnen an den Plattentellern, Viennale 2011Bereits zum dritten Mal diente das Badeschiff am Wiener Donaukanal als Festivalzentrum. Zahlreiche DJ Lines, Partys und Live-Konzerte erfreuten sich großer Beliebtheit beim Publikum: darunter das DJ-Set von Chris Geddes (Belle & Sebastian) und TIN MAN zur Eröffnung oder das Live-Konzert von Max Tundra sowie der Auftritt von Lars Eidinger als DJ. Beim beliebten Format «FilmemacherInnen an den Plattentellern» probierten sich in diesem Jahr unter anderen Sasha Pirker, Gonçalo Tocha oder Marie Losier.

GÄSTE UND GALAS
Harry Belafonte, Viennale 2011Am ersten Festivalwochenende besuchte Harry Belafonte anlässlich des ihm gewidmeten Tributes die Viennale. Höhepunkt dieses Besuchs war die Galavorführung von Susanne Rostocks SING YOR SONG über das Leben des Künstlers. In dieser Dokumentation und dem anschließenden Gespräch wurde besonders deutlich, dass Belafonte weit mehr als nur Musiker oder Schauspieler ist, sondern vor allem auch durch sein politischer Engagement fasziniert.

David Cronenberg und Jeremy Thomas, Viennale 2011Die zweite große Gala war dem Tribute-Gast Jeremy Thomas gewidmet - einem großen, unabhängigen Produzenten des Weltkinos. Gezeigt wurde die Österreichpremiere von A DANGEROUS METHOD, den Thomas unter der Regie von David Cronenberg produziert hatte. Nach dem Screening gaben Thomas und Cronenberg auf der Bühne des Gartenbaukinos interessante Einblicke in ihre Zusammenarbeit und ihre Haltung zu Film und Kino an sich.
 Robert NewaldEine weitere große Persönlichkeit, die die Viennale 2011 besuchte, war die Schriftstellerin Ruth Klüger. Bei einem Galascreening von Renata Schmidtkunz’ Dokumentation DAS WEITERLEBEN DER RUTH KLÜGER und dem anschließenden Gespräch gab Ruth Klüger beeindruckende Einblicke in ihr Denken und Handeln.
Auch der große italienische Regisseur Nanni Moretti war bei der V'11 zu Gast und präsentierte seinen Film HABEMUS PAPAM. Im Anschluss
an das Screening im Gartenbaukino stand auch er den BesucherInnen für ein Publikumsgespräch zu Verfügung.

BLOOD - SEX - MAGICK
Film, Konzert, Ausstellung: Eine Hommage an Genesis P-Orridge

Leider konnte Genesis P-Orridge aus gesundheitlichen Gründen nicht bei der V’11 zu Gast sein. Bestens vertreten wurde sie jedoch von Marie Losier, der Regisseurin der Dokumtation THE BALLAD OF GENESIS AND LADY JANE, die auch bei der Eröffnung der Ausstellung Blood-Sex-Magick in der Galerie Christine König anwesend war, und von Tony Conrad, der kurzerhand ein Solokonzert im Festivalzentrum am Badeschiff gab.

V'10

VIENNALE FESTIVALZENTRUM AM BADESCHIFF
Das Badeschiff am Wiener Donaukanal diente 2010 zum zweiten Mal als Festivalzentrum der Viennale. John Turturros Auftritt war genauso ein Höhepunkt wie die Diskussionen «Wien! Aber wie?» mit Andrea Maria Dusl, André Heller und Anneliese Rohrer, oder «Schluss mit halblustig. Zur Lage der heimischen Programmkinos» mit Vertretern der österreichischen Programmkinoszene. Der argentinischen Regisseur Eduardo Cozarinsky las gemeinsam mit der Burgschauspielerin Melanie Kretschmann aus seinem literarischen Werk. Auch zahlreiche DJ-Lines, Partys und Live-Konzerte erfreuten sich großer Beliebtheit beim Publikum: darunter der Live-Auftritt der heimischen Musikpioniere Radian oder DJ-Lines von Gelitin und des deutschen Designers Bernhard Willhelm. Beim beliebten Format «FilmemacherInnen an den Plattentellern» probierten sich 2010 unter anderen Matthew Porterfield, Aaron Katz, Siegfried A. Fruhauf oder Johannes Hammel als DJs.           
Bei den vielen äußerst zahlreich besuchten Veranstaltungen wurde ersichtlich, dass das Badeschiff noch einmal deutlich besser angenommen wurde als im Jahr zuvor.

GALAS UND SPECIAL EVENINGS
Bei der Eröffnung der Viennale wurde auch der V’10-Trailer EMPIRE in Anwesenheit seines Regisseurs, dem Cannes-Sieger 2010 Apichatpong Weerasethakul, vorgeführt.
Anlässlich des Tributes an Larry Cohen lud die Viennale zu einer Galavorführung des Films THE PRIVATE FILES OF J. EDGAR HOOVER in Anwesenheit eines sichtlich gut gelaunten Larry Cohen.
Neu im Programm war bei dieser Festivaledition die Schiene «Special Evenings»: Lou Reed präsentierte sein Erstlingswerk RED SHIRLEY im Gartenbaukino und stand dem Publikum anschließend an die Vorführung zu einem Gespräch zur Verfügung. Die beiden alten Freunde Merv Bloch und Larry Cohen trafen einander im Metrokino zu einem Double Feature unter dem Titel «Don’t call us, we’ll call you» und begeisterten das Publikum mit ihrer Zweierconférence.
Ein ruhigerer Abend war dem Andenken des kurz zuvor verstorbenen Filmhistorikers und Regisseurs Günter Peter Straschek gewidmet. 

MATINÉE: SCHEITERN, SCHEITERN, BESSER SCHEITERN!
 Ruth EhrmannMit einer gemeinsam mit dem ORF spontan realisierten, zusätzlich ins Programm genommenen Matinée gelang es der Viennale, an einem Sonntagvormittag das Gartenbaukino zu füllen. Über 700 BesucherInnen erfreuten sich an dem Film SCHEITERN, SCHEITERN, BESSER SCHEITERN! mit Gert Voss und Harald Schmidt als Protagonisten. Anschließend an die Filmvorführung  plauderten Gert Voss und André Heller, der die Idee für den Film hatte, auf der Bühne des Gartenbaukinos über die Dreharbeiten und das Theaterleben.

V'09

Viennale Festivalzentrum am Badeschiff, Viennale 2009VIENNALE FESTIVALZENTRUM AM BADESCHIFF
Zum ersten Mal diente das Badeschiff am Wiener Donaukanal als Festivalzentrum. Auf Anhieb gelang es, das Badeschiff als populären und zahlreich besuchten Festivaltreffpunkt zu etablieren. In direkter und loser Assoziation zum Filmprogramm fanden verschiedene Gesprächsrunden mit Persönlichkeiten sowie Live-Acts prominenter, experimenteller Künstler und Künstlerinnen statt: So trat der New Yorker Performer Kalup Linzy erstmals in Österreich auf, Filmemacher Ben Russell performte zu Live-Improvisationen von Musiker Ekkehard Ehlers, und Guo Xiaolu las aus ihrem literarischen Werk.
 Robert Newald Tanzbare Abende folgten dem Motto «Wir sind schon mittendrin» nach dem Film von Elmar Szücs und präsentieren DJs aus dem Umfeld von Ute Bock anlässlich der Uraufführung von Bock For President. Zu den Höhepunkten zählten die Publikumsgespräche mit Tilda Swinton sowie Shirin Neshat, aber auch die längst legendäre Reihe «FilmemacherInnen an den Plattentellern».

 

 Klaus VyhnalekPREMIEREN UND GALAS
Die Gala zu Ehren von Stargast Tilda Swinton sowie die Galavorführung THE WORLD'S GREATEST SINNER zu Ehren von Timothy Carey stellten neben zahlreichen nationalen Filmpremieren mit prominenter heimischer Besetzung (BLUTSFREUNDSCHAFT, DOMAINE, LOURDES) und der österreichischen Produktion LA IVELLINA, die als Eröffnungsfilm gezeigt wurde, weitere filmischen wie auch gesellschaftliche Höhepunkte des Festivals dar.

Nick Bärtsch und seine Formation Ronin im RadioKulturhaus, Viennale 2009NIK BÄRTSCH KONZERT
Ausgehend von der Dokumentation SOUNDS AND SILENCE über das legendäre deutsche Musiklabel ECM und seinen Begründer Manfred Eicher, veranstaltete die Viennale in Zusammenarbeit mit Ö1 im RadioKulturhaus ein Live–Konzert des Schweizer Freejazzmusikers Nik Bärtsch und seiner Formation Ronin. Bei der Premiere von SOUNDS AND SILENCE im Gartenbaukino erwiesen neben Nik Bärtsch auch die beiden internationalen Starmusiker des Labels ECM Avo Pärt und Dino Saluzzi dem anwesenden Manfred Eicher die Ehre.

 Alexander TumaBOCK FOR PRESIDENT
In Zusammenarbeit mit dem Stadtkino-Verleih präsentierte die Viennale als kleinen solidarischen Beitrag für die Anliegen und den Protest der selbstorganisierten Studentenschaft die Weltpremiere der Dokumentation BOCK FOR PRESIDENT im besetzten Audimax. Die Wiener Flüchtlingshelferin Ute Bock und die Regisseure Houchang Allahyari und Tom-Dariusch Allahyari waren im übervollen Hörsaal anwesend. Ute Bock wurde von den rund 1.300 StudentInnen minutenlang mit standing ovations gefeiert.

V'08

 Alexei Pelekanos EVENTS ZENTRALE
Neben Parties und Live-Konzerten sorgten verschiedenste DJs für die musikalische Unterhaltung in der Viennale Zentrale im Dachgeschoß der Urania. Auch die beliebte Reihe «FilmemacherInnen an den Plattentellern» wurde fortgesetzt. Thom Andersen, Christoph Girardet, Khavn, Tina Leisch, Pierre Léon, Renaud Legrand, Ari Libsker, Mike Ott, Gastón Solnicki und Eva Stotz wagten sich an die Turntables.

 Alexei Pelekanos LECTURES UND DISKUSSIONEN
Tagsüber standen in der Viennale Zentrale Diskussionen und Gesprächen mit Festivalgästen auf dem Programm. Die BesucherInnen konnten mit Thom Andersen, Händl Klaus, Roee Rosen, Murray Lerner oder Ari Libsker ihre Filmerfahrungen reflektieren und diskutieren. Zu den Höhepunkten zählten die Gespräche mit Werner Schroeter und Garth Hudson.

PREMIEREN UND GALAS
Im Gartenbaukino fanden zahlreichen nationalen Filmpremieren mit prominenter heimischer Besetzung (März, In die Welt, Let’s Make MONEY) statt. 
Tiefen Eindruck hat die Gala zu Ehren von Werner Schroeter hinterlassen. Ausgewählte Wegbegleiter wie Ingrid Caven, Peter Kern oder Wolf Wondratschek gestalteten den Abend für und mit Werner Schroeter.

 Ruth Ehrmann EMPIRES OF TIN - Uraufführung, Live-Konzert und DVD Präsentation
2007 lud die Viennale den Filmemacher Jem Cohen dazu ein, einen Live- Abend mit Film und Musik zu gestalten. Inspiriert von Joseph Roths Roman Radetzkymarsch untersuchte Cohen Parallelen zwischen dem Niedergang der Österreich-Ungarischen Monarchie und den gegenwärtigen USA. Ein eigenständiger Film entstand aus den Mitschnitten des Live Abends, der bei der Viennale 2008 seine Uraufführung erfuhr. Im Anschluss wurde im Rahmen eines Live Konzertes von Vic Chesnutt die DVD zu Empires of Tin präsentiert.

 Alexander TumaEXPOSURE CHECKS - Eine Fotoausstellung von Ed Lachman
Um Kontraste und Licht besser beurteilen zu können, verwendet der Kameramann Ed Lachman am Set Schwarzweiß-Polaroids. Auch bei seiner Arbeit mit Todd Haynes an I'M NOT THERE entstanden etliche Polaroidaufnahmen. Eine Auswahl dieser funktionellen, jedoch durch ihre Nähe zu den SchauspielerInnen faszinierenden Fotoarbeiten stellte Lachman erstmalig der Viennale für eine Fotoausstellung mit dem Titel «Exposure Checks» zur Verfügung. Die Ausstellung war während des Festivals im Foyer des Gartenbaukino zu sehen.

V'07

EVENTS ZENTRALE
Elementarer Bestandteil des Festivals war wieder die Viennale Zentrale im Dachgeschoss der Urania. Neben Parties und Live-Konzerten, sorgten verschiedenste DJs für die musikalische Unterhaltung.   Auch die beliebte Reihe «Filmemacher an den Plattentellern» wurde fortgesetzt. 2007 unter anderem an den Turntables:  Serge Bozon, Todd Haynes, Tom Kalin, Mike Ott, Nina Menkes und Kurt Palm.

LECTURES UND DISKUSSIONEN
Tagsüber wurde in der Viennale Zentrale ein umfangreiches Rahmen- programm geboten. Bei Diskussionen und Lectures mit VertreterInnen der
Filmbranche wie Thom Andersen, Jem Cohen, Jean-Pierre Gorin, Stephen Kijak, Matthew Porterfield oder Esther B. Robinson konnten die BesucherInnen ihre Filmerfahrungen reflektieren und diskutieren. Zu den Höhepunkten des diesjährigen Zentrale-Programms zählten die Zweiergespräche zwischen den beiden Regisseurinnen Stephanie Rothman und Nina Menkes sowie zwischen Todd Haynes und Tom Kalin.

PREMIEREN UND GALAS
Neben den beiden großen Rahmenevents mit über 1000 geladenen Gästen - der Eröffnungsgala im Rathaus und dem Abschlussfest (heuer erstmals im Volksgarten) -  fand auch heuer wieder das Lusthausfest im Prater statt.
Neben zahlreichen nationalen Filmpremieren mit prominenter heimischer Besetzung (IMPORT EXPORT, FEE RAINER) stellte die Gala zu Ehren von Jane Fonda in Anwesenheit der Schauspielerin einen weiteren Höhepunkt des Festivals dar.  

VIENNALE SPECIAL: EMPIRES OF TIN
Erstmals in ihrer Geschichte vergab die Viennale ein Auftragswerk: Der Regisseur und Dokumentarist Jem Cohen hat am 1. November einen Live-Abend mit Film und Musik gestaltet. Sein dafür in New York und während seines Wienaufenthalts gedrehtes Filmmaterial wurde dabei in einer beeindruckenden Live-Performance vom legendären amerikanischen Singer-Songwirter Vic Chesnutt sowie Musikern von Silver Mt. Zion (Efrim Menuck, Jessica Moss, Thierry Amar und Eric Craven), Fugazi (Guy Picciotto) und The Quavers (T. Griffin und Cathrine McRae) begleitet.

VIENNALE SPECIAL: VIC CHESNUTT & BAND 
Unter Mithilfe von Jem Cohen stellte Vic Chesnutt für seine neue CD «North Star Deserter» ein Pop-Orchester zusammen, das seine intimen Lieder mit verzerrten Gitarren und subtilen Dissonanzen auf die schiefe Bahn brachte. Diese «North Star» Band, die Vic Chesnutt ebenfalls bei «Empires of Tin» begleitete,  stellte bei einem Exklusivkonzert am 2. November mit dem Songwirter das Material der neuen CD vor.

V'06

 Ruth EhrmannEVENTS ZENTRALE
Elementarer Bestandteil des Festivals war auch dieses Jahr wieder die Viennale Zentrale im Dachgeschoss der Urania. In der Nacht verwandelte sich die Zentrale mit DJs und Konzerten in eine Party-Location. DJs wie Justus Köhncke, DBH oder Tschamba Fii sorgten bis spät in die Nacht hinein für volle Tanzflächen und Leafcutter John, Soffy O und Urlaub in Polen begeisterten das Publikum mit ihren Live Konzerten.
Auch dieses Jahr wurde die beliebte Reihe «Filmemacher an den Plattentellern» fortgesetzt. An den Turntables gaben sich u.a. Raya Martin, Mike Ott, Hiroki Ryuichi oder Stefano Savona die Ehre.

 Alexander Tuma LECTURES UND DISKUSSIONEN
Tagsüber fand in der Viennale  Zentrale ein umfangreiches Rahmenprogramm statt. Bei Diskussionen und Lectures mit VertreterInnen der Filmbranche wie Paul Cronin, Valeska Grisebach, Stefan Krohmer, Romuald Karmakar, Ulrich Köhler, Viva oder Agnès Varda konnten die Besucher ihre Filmerfahrungen reflektieren und diskutieren. Zu den Höhepunkten des Zentrale Programms zählten die Gespräche mit Viva, Kenneth Anger und Peter Whitehead.

 Robert NewaldGALAS UND PARTIES
Neben den beiden großen Rahmenevents mit über 1000 geladenen Gästen - der Eröffnungsgala im Rathaus und dem Abschlussfest (erstmals im Palais Auersperg) - fand das traditionelle und allseits beliebte Lusthausfest im Prater statt. Einen weiteren filmischen wie auch gesellschaftlichen Höhepunkt stellte die Galavorführung von Andrea Eckerts Dokumentarfilm I'M ABOUT WINNING.

 Robert NewaldDSCHUNGELPROJEKTIONEN
Das Viennale-Special «Tales from the Jungle» war als filmische Entdeckungsreise dem Motiv des Dschungels gewidmet. In Kooperation mit Ö1 und der Viennale übertrug die österreichische Künstlerformation Lichttapete das Motiv des Dschungels von der Leinwand in den urbanen Raum. Während des Festivals wurden ausgewählte Gebäude in der Wiener Innenstadt mit wild wuchernden Lichtprojektionen überzogen und erstrahlten so einen Abend lang als Teil des Dschungel-Specials in neuem Licht.

VIENNALE VISITING
In direktem Anschluss an das Wiener Filmfestival - von 25. bis 27. Oktober 2006 - gastierte die Viennale mit einer Auswahl von zehn Filmen aus dem V’06-Programm im bekannten Grazer Programmkino.

V'05

VIENNALE ZENTRALE
Natürlich gab es neben filmbezogenen Veranstaltungen auch jede Menge ergänzendes Rahmenprogramm in der bewährten Viennale-Zentrale im Dachgeschoß der Urania.
Lav Diaz, Viennale 2005Nicht nur die Filmgäste des Festivals brachten sich in die musikalische - zum Beispiel die Filmemacher an den Plattentellern William E. Jones, Thorsten Trimpop, Bill Daniel, Lav Diaz oder Monika Borgmann - und tänzerische Unterhaltung im Falle der exotisch-anmutenden Performance des Cross-Dancers Tang Tang ein, auch Formationen wie die Berliner "Die Türen", die "Cobra Killer" oder die Präsentation der neuen FM4-Compilation Sunny Side Up sorgten für ein gefülltes Dachgeschoß in der Urania.

Nicht zu vergessen natürlich die unzähligen Diskussionen, Lectures und Performances, wie zum Beispiel zum Thema "Biografische Konstruktionen im Kino" mit österreichischen Filmemachern als Teilnehmer, die zwei Gesprächsrunden "On Warhol" mit einer Reihe von Warhol-Freunden und -Experten, oder Rainald Goetz' Action-Essay "Democracy, Democracy".
PARTIES

Neben den beiden großen Galaveranstaltungen mit über 1000 geladenen Gästen - der festlichen Eröffnungsgala im Rathaus und dem ungezwungenen Abschlussfest im OST Klub - fand auch heuer wieder das traditionelle und allseits beliebte Lusthausfest zur Mitte des Festivals statt.
Jane Birkin, Viennale 2005AUSSTELLUNG & KONZERT

In der Charim Galerie wurde eine umfassende Retrospektive des Künstlers und Wegbegleiters Andy Warhols Gerard Malanga präsentiert.
Jane Birkin, der Stargast des Festivals, verzauberte ihre Fans nicht nur als legere, sympathische Frau beim Galascreening ihres Films DUST, sondern auch bei einem wunderbaren Konzertabend im Volkstheater, an dem sie ihr neues Album "Arabesque" vorstellte.

 

V'04

Laurel Bacall, Viennale 2004GALA FÜR LAUREN BACALL
In Anwesenheit des Tribute-Stargastes Lauren Bacall fand im Gartenbaukino eine Galavorführung von THE BIG SLEEP statt. Im anschließenden Gespräch mit Hans Hurch auf der Bühne des Gartenbaukions erzählte Bacall Anekdoten aus ihrer Hollywood-Zeit und ihrem Ehemann Humphrey Bogart.
The Melvins, Viennale 2004CAMERON JAMIE & THE MELVINS

Der Abend «Cameron Jamie&The Melvins» war eine Premiere in Österreich: Im Gartenbaukino zu Gast begleitete die legendäre US-Rockband The Melvins live drei Filme des bildenden Künstlers Cameron Jamie. Aufgrund des großen Andrangs musste eine Zusatzvorstellung angeboten werden.- In beiden Vorstellungen zeigte sich das Publikum außerordentlich begeistert.

Jean-Pierre Gorin, Viennale 2004WORKING CLASS LECTURE: JEAN-PIERRE GORIN

Um gegen den hierzulande exisitierenden Mangel an filmtheoretischem Diskurs ein Zeichen zu setzen, hat die Viennale eine neue Reihe, die sich mit dem Nachdenken und Sprechen über Film beschäftigt, begonnen: Unter dem Titel WORKING CLASS sollen ab 2004 jährlich Film Lectures angeboten werden, zu denen die Viennale einen prominenten Gast einlädt, der während des Festivals drei bis vier Vorlesungen hält.
Erster Gast der WORKING CLASS war der französisch-amerikanische Filmemacher und Theoretiker Jean-Pierre Gorin. Der legendäre Filmkritiker Manny Farber, der eng mit Gorin zusammenarbeitet, nennt den Franzosen «my twin-brain» und sagt über ihn: «An uncompromising critical predator, he will circle and circle his subject until he nails it. As a filmmaker, critic, teacher, he has a brilliant, deep grasp of moviemaking.»

Jean-Marie Straub, Daniele Huillet, Viennale 2004DISKUSSIONSRUNDE MIT STRAUB/HUILLET

Im Zuge der Retrospektive, die den Filmemachern Jean-Marie Straub und Danielle Huillet gewidmet war und mit ausgewählten Filmen von John Ford abgerundet wurde, fand eine Diskussionsrunde statt.
Am Podium saßen unter der Moderation von Hans Hurch neben Jean-Marie-Straub und Danièle Huillet die Filmemacher Harmut Bitomsky und Jean-Pierre Gorin sowie der Filmtheoretiker Tag Gallagher.

Gonzales, Viennale 2004GONZALES ALS ZENTRALE ERÖFFNUNGSACT

Als Opening-Act trat der der legendäre Underground-Entertainer Gonzales in der Zentrale auf und gab damit den Startschuss für eine Reihe von Musikevents im Rahmen des Festivals. Gonzales überraschte und begeisterte mit einem instrumentalen Pianokonzert, dem das Publikum nahezu andächtig lauschte.
 

 

V'03

Zahlreiche Events fanden während den 13 Festvialtagen an diversen Locations der Viennale statt. Hier einige Highlights:

Tomasz Stanko & Gianluigi Trovesi, Viennale 2003KONZERT: TOMASZ STANKO & GIANLUIGI TROVESI
LITANIA, das Konzert vom Tomasz Stanko Quartet & Gianluigi Trovesi, das am 23. Oktober 2003 im Gartenbau Kino stattfand, bildete ohne Zweifel einen der Höhepunkte des Festivalprogramms. Der polnische Jazz- Trompeter Tomasz Stanko, der als Wegbereiter des europäischen Jazz in den frühen 60ern gesehen wird, präsentierte erstmalig in Österreich samt Band und dem legendären italienischen Klarinettisten Gianluigi Trovesi LITANIA- Music of Krysztof Komeda. Tomasz Stanko widmete das Konzert, das im Rahmen des Tributes „ECM und das Kino“ aufgeführt wurde, seinem musikalischen Vorbild Krzysztof Komeda.
Komeda, jener außergewöhnliche Komponist, der Roman Polanskis Filmen MESSER IM WASSER und ROSEMARY'S  BABY die besondere musikalische Note verpasste. Stanko interpretierte im Rahmen des Konzertes die Musik zu diesen Filmtiteln neu.
 

Serge Bozon, Viennale 2003MOVIE GOES MUSIC
In der Viennale Zentrale wurden an einem Abend auch internationale Filmemacher an die Plattenteller gelassen und das Publikum zeigte sich begeistert. Der französische Regisseur Serge Bozon, die US-Filmemacher Blue Hadaegh und Grover Babcock, die österreichische Regisseurin Andrina Mracnikar sowie der österreichische Filmemacher Timo Novotny, die kurzfristig für Jean-Marie Teno eingesprungen waren, heizten dem Publikum zeitweise ziemlich ein - und das Urania Dachgeschoß ziemlich auf.
Serge Bozon, der seinen Film MODS bei der Viennale präsentierte, zeigte sich als grandioser Entertainer: Durch und durch auf Mod getrimmt, wie eine Erscheinung aus einem anderen Jahrzehnt, präsentierte er seinen 60ies Garage Sound, der sogar die tanzmüdesten Wiener auf die Tanzfläche brachte.
Hermes Phettberg liest Charles Bukowski, Viennale 2003 HERMES PHETTBERG LIEST CHARLES BUKOWSKI

Begleitend zur Dokumentation BUKOWSKI: BORN INTO THIS von John Dullaghan fand in der Zentrale eine Lesung von Bukowski-Texten statt.

Hermes Phettberg, der keiner Erklärung bedarf, las - nach eigenen Angaben - schlecht aus den Werken des anderen „Dirty old man“, Bukowski.
Charles Bukowski (1920-1994), Kultautor und Poète maudit der amerikanischen Nachkriegsliteratur, war für seine Exzesse ebenso bekannt wie für seine literarische und lyrische Arbeit. Das Publikum war natürlich begeistert.

Diskussion im Viennale Zelt, Viennale 2003LOST IN PRODUCTION

Eine der wohl spannensten Diskussionsrunden des Festivals fand zum Thema Filmproduktion in Argentinien, Afrika und China statt.
Im Rahmen der Diskussion bot das Podium einen scharfsinnigen Blick hinter die Kulissen kreativer Produktionsmodelle, schwieriger Bedingungen und Fluchten nach vorn. Es diskutierten Eduardo Antin (Direktor Festival de Cine Independiente, Buenos Aires), Jean-Marie Téno (Regisseur und Produktionsleiter "Les Films du Rapha", Paris/Kamerun) sowie Bérénice Reynaud (California Institute of Arts - School of Film/Video).

 

 

V'02

Agnès Varda, Viennale 2002 WELTPREMIERE VON DEUX ANS APRÈS
Die legendäre französiche Dokumentarfilmerin Agnès Varda präsentierte im Gartenbaukino ihren Film DEUX ANS APRÈS, den Nachfolgefilm von LES GLANEURS ET LA GLANEUSE. Das Publikum zeigte sich überaus begeistert.
 

TURHAN BEY
Mit viel Erfolg, vielen Gästen und Besucherinnen und Besuchern, einer an jenem Abend sehr speziellen Mischung von jüngerem und älterem Festivalpublikum fand die Premiere von Andrea Eckerts Portät TURHAN BEY statt. Turhan Bey, Granseigneur des Hollywood-Abenteuerkinos in Technicolor ließ sich feiern, beim anschließenden Publikumsgespräch ausführlich befragen – und fotografieren.

17 Hippies, Viennale 200217 HIPPIES IM VIENNALE ZELT

Die 17 HIPPIES begeisterten die Besucherinnnen und Besucher des Viennale Zelts mit einem langen Liveauftritt, zu dem auch heftig getanzt wurde. Einen Vorgeschmack auf das Konzert lieferten die Hippies im Foyer des Gartenbaukinos, wo sie unmittelbar vor der Vorstellung von HALBE TREPPE auf den Film einstimmten.

SAM MOORE

Ein weiteres mitreißendes Gespräch im Viennale Zelt bestritten der legendäre Soul-Sänger Sam Moore (von Sam&Dave), seine Frau Joyce, die seit 40 Jahren im Musikbusiness arbeitet, und der Wiener Musikjournalist Thomas Mießgang. Anlass war der Dokumentarfilm ONLY THE STRONG SURVIVE, den D.A. Pennebaker und Chris Hegedus im Jahr 2001 mit einer Anzahl berühmter Soul-Musiker drehten und der bei der Viennale 2002 gezeigt wurde.
 

 

V'01

Fay Wray, Viennale 2001FILMGALA VON THE WEDDING MARCH
Das vielleicht bewegendste und auch ein historisches Ereignis war 2001 die Aufführung von Erich von Stroheims THE WEDDING MARCH (1928) im Gartenbau: Der 94-jährigen Schauspielerin Fay Wray, die nach eigenen Worten beim damaligen Dreh immer von Wien geträumt hatte, wurde ein ungewöhnlich herzlicher Empfang bereitet. Auch das ist Cinephilie: Geschichte (des Kinos) als kontinuierlich in die Gegenwart weiterwirkende Kraft wahrzunehmen (Claus Philipp, Der Standard)
 
LECTURE VON HARTMUT BITOMSKY
Zur Erinnerung und zum Gedenken an den großen Filmemacher Johan van der Keuken präsentierte die Viennale van der Keukens Nord-Süd Triologie aus den frühen Siebzigerjahren, bestehend aus den Filmen DAGBOEK (1972), HET WITTE KASTEEL (1973) und DE NIEUWE IJSTIJD (1974), Filme, in denen sich der Dokumentarist analytisch-sinnlich mit der konkreten politischen, sozialen und ökonomischen Situation im Verhältnis der "dritten" zur sogenannten "ersten" Welt auseinandersetzte.
Der deutsche Filmemacher und Kritiker Hartmut Bitomsky hielt auf Einladung der Viennale eine Lecture über die Arbeit von Johan van der Keuken.
BUCHPRÄSENTATION VON ILSE AICHINGER
Als die Schriftstellerin Ilse Aichinger während der Viennale 2000 von der Kulturredaktion des Standard eingeladen wurde, blitzlichtartige Beiträge zum Programm des Festivals zu verfassen, antwortete die Autorin mit einem wunderbaren, immer wieder überraschenden täglichen Kinojournal. In ihrer neugierigen, unvoreingenommenen Annährerung an die unterschiedlichsten Filme war der passionierten Kinogeherin eine Form gelungen, die fortan "Journal des Verschwindens" hieß und seitdem in der Zeitung eine Fortsetzung fand.

Diese gesammelten Beiträge erschienen als Buch im Verlag S. Fischer unter dem Titel "Film und Verhängnis. Blitzlichter auf ein Leben", das in Kooperation mit dem "Standard" präsentiert wurde.

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